Dr. med. Dirk Manski

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Diagnose und Therapie der Hydronephrose (Harnstauungsniere)

Differentialdiagnose Harnstau


Sonographie der Nieren: zweitgradiger Harnstau mit Dilatation der Kelchhälse und des Nierenbeckens ohne Organatrophie. Mit freundlicher Genehmigung, Dr. med. A. Passon, Augsburg.
Abbildung zweitgradiger Harnstau in der Sonographie


Sonographie der Nieren: Harnstau vierten Grades im Längsschnitt.
Abbildung viertgradiger Harnstau in der Sonographie


Abbildung viertgradiger Harnstau in der Sonographie
Sonographie der Nieren: Harnstau vierten Grades im Querschnitt.


Retrograde Pyelographie: Nierenbeckentamponade bei Makrohämaturie. Die Koagel wurden mit Hilfe einer Schleuse für die flexible URS entfernt.
Abbildung Retrograde Pyelographie: Nierenbeckentamponade bei Makrohämaturie.

Harnstauung durch Harnverhalt:

Obstruktion im Bereich der Prostata:

BPH, Prostatakarzinom, Harnblasentumor, Harnblasenstein, Harnblasenhalssklerose, Detrusor-Sphinkter-Dyssynergie (DSD).

Obstruktion im Bereich der Harnröhre:

Striktur, Klappen, Karzinom, Konkremente, Fremdkörper, Phimose.

Funktionsstörungen der Harnblase:

Neurogene Harnblasenstörungen, Medikamente (Anticholinergika, Neuroleptika), Alkohol, Kälte, Operationen im Becken, Diabetes mellitus.

Harnstau durch Uretererkrankungen (intrinsische Ursachen):


Distales Ureterkarzinom (pT2 G2) mit drittgradiger Hydronephrose. Mit freundlicher Genehmigung, Pathologicum Augsburg Prof. Dr. Stömmer, Dr. Erhardt & Kollegen.
Abbildung Distales Ureterkarzinom (pT2 G2) mit drittgradiger Hydronephrose.

Hydronephrose durch iatrogene Ursachen:

Harnstau durch Erkrankungen des Gefäßsystems:


Hydronephrose durch Erkrankungen des weiblichen Genitales:

Harnstau durch Erkrankungen des Retroperitoneums:

Erkrankungen mit Ektasie des Nierenbeckenkelchsystems ohne zwingende Obstruktion:

Harnleiterabgangsenge, Megakalikose, vesikoureteraler Reflux, Megaureter, Kelchdivertikel. Die Nierenfunktionsszintigraphie ist bei den genannten Erkrankungen für die Diagnose Harnstau obligat.



Diagnostischer Gang


Sonographische Einteilung der Harntraktdilatation in Grad I–IV (Beetz u.a., 2001).
Ektasie Grad I: echofreie Erweiterung des Nierenbeckens ohne Erweiterung der Nierenkelche. Deutlicher Sinusreflex und keine Zeichen der Parenchymatrophie.
Ektasie Grad II: echofreie Erweiterung des Nierenbeckens, Kelchhälse und Nierenkelche. Abgeschwächter Sinusreflex. Keine Zeichen der Parenchymatrophie (erhaltene Papillenspitzen und spitzer Fornixwinkel).
Ektasie Grad III: massive echofreie Erweiterung des Nierenbeckens und der Nierenkelche. Fehlender oder marginaler Sinusreflex. Zeichen der Organatrophie (Flache Papillen und stumpfer Fornixwinkel).
Ektasie Grad IV: massive echofreie Erweiterung der Nierenbeckenkelchsystem mit aufgehobenen Grenzen zwischen Kelchen und Pyelon. Nahezu komplette Atrophie des Nierenparenchyms (hydronephrotische Sackniere).
Abbildung Sonographische Einteilung der Harntraktdilatation in Grad I–IV







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  English Version: hydronephrosis