Dr. med. Dirk Manski

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Laparoskopie (Bauchspiegelung): Komplikationen (3/3)

Komplikationen der Laparoskopie

Vorteile der Laparoskopie:

Laparoskopische Operationen bieten im Vergleich zur offenen Chirurgie ein vergleichbares Spektrum an Nebenwirkungen. Im Vergleich zur offen chirurgischen Technik sind jedoch die die Komplikationen durch den operativen Zugang (Wundinfektion, Schmerzen, Bauchwandhernien) geringer. Ein weiterer Vorteil der Laparoskopie ist die Reduktion des Blutverlustes. Die reduzierte Blutungsmenge ist u.a. auf den erhöhten abdominellen Druck mit Vermeidung von venösen Blutungen und einer verbesserten Sicht auf den operativen Situs zurückzuführen. Insgesamt ist die Rekonvaleszenz nach laparoskopischer Operation schneller.

Komplikationen durch den operativen Zugang:

eine Vielzahl von Komplikationen (Darmverletzung, Gefäßverletzung) kann durch die Etablierung der Pneumoperitoneums mit Hilfe der Veress-Kanüle ausgelöst werden. Ursächlich sind Fehllagen der Veresskanüle, adhärente Darmschlingen, versehentlich tiefes Vorstoßen des ersten Trokars u. v. m. Vor der Anwendung der Veress-Kanüle und blindem Einführen des ersten Trokars kann nur gewarnt werden, sicherer ist die offen chirurgische Technik für die Etablierung des Pneumoperitoneums.

Komplikationen durch das Pneumoperitoneum:

der erhöhte intraabdominelle Gasdruck führt zu folgenden pathophysiologischen Veränderungen, welche bei entsprechenden Grunderkrankungen eine Dekompensation auslösen können:

Verminderter venöser Rückstrom:

Blutdruckabfall, Herzinsuffizienz, Venenthrombose.

Erhöhte Beatmungsdrücke:

Pneumothorax, Pneumomediastinum.

Hyperkapnie:

das Eindringen von CO2 in Gewebeschichten verursacht ein Emphysem und die Ausbildung einer Hyperkapnie. Dies kann meist durch eine Steigerung des Atemminutenvolumen kompensiert werden.

Komplikationen durch monopolaren Strom:

neben der versehentlichen direkten Koagulation können auch durch indirekte Mechanismen eine Stromschädigung entstehen. Ursächlich sind dann eine unzureichene Übersicht über das stromführende Instrument, eine fehlerhafte Isolierung von Instrumentenschäften, elektrischer Kontakt zu weiteren intraabdominellen Instrumenten und elektrische Fehlströme im Abdomen mit thermaler Schädigung sensibler Strukturen wie Darm. Typischerweise entstehen Symptome durch die unbemerkte thermische Darmschädigung erst 5–7 Tage nach der Operation. Die bipolare Koagulation bietet eine sichere Alternative zur monopolaren Koagulation und sollte vorzugsweise zum Einsatz kommen.



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Literatur

Merseburger, A. S.; Herrmann, T. R. W.; Shariat, S. F.; Kyriazis, I.; Nagele, U.; Traxer, O. & Liatsikos, E. N.
EAU guidelines on robotic and single-site surgery in urology.
2013, 64, 277-291.


Laparoskopie linkes Kolon



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