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Megakalikose: Ursache, Symptome und Diagnose
Grundlagen und Klinik
Definition der Megakalikose:
Die Megakalikose ist eine seltene, kongenitale, nichtobstruktive Erweiterung der Nierenkelche bei normalem Nierenbecken und normalem Ureter und ohne vesikoureteralen Reflux.
Epidemiologie:
M:f = 6:1
Pathophysiologie:
Die Unterentwicklung der Medulla führt zu kurzen Sammelrohren, die Anzahl der Kelche ist erhöht. Es besteht eine milde Störung der maximalen Konzentrationsfähigkeit der Nieren, die Langzeitprognose hinsichtlich der Nierenfunktion ist gut.
Klinik:
In der Regel keine Beschwerden.
Diagnose der Megakalikose
Die Megakalikose fällt meist zufällig im Rahmen der Bildgebung auf. Entscheidend ist die Abgrenzung gegenüber einer obstruktiven Hydronephrose oder einer Harnleiterabgangsenge.
Sonographie:
Typisch ist eine auf die Nierenkelche beschränkte Erweiterung des Hohlsystems.
CT- oder MR-Urographie:
Diagnostikum der Wahl für die Differentialdiagnose einer Ektasie des Harntrakts. Typisch ist eine nichtobstruktive Kelcherweiterung bei normalem Nierenbecken und normalem Ureter.
Urogramm:
Das Urogramm zeigt eine Nierenkelchvergrößerung und eine erhöhte Anzahl an Kelchen. Es besteht kein erweitertes Nierenbecken, der Ureter ist schlank [Abb. Megakalikosis im Urogramm].
MCU:
Kein vesikoureteraler Reflux im Miktionszysturethrogramm, die Untersuchung ist vor allem bei unklarer Konstellation oder bei Kindern sinnvoll.
Nierenfunktionsszintigramm:
Normale Nierenfunktion, prompte Auswaschung des Radionuklides in der Nierenszintigraphie mit MAG3.
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Therapie der Megakalikose
Eine spezifische Therapie ist nicht notwendig.
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