Dr. med. Dirk Manski

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Penoskrotale Transposition und bifides Skrotum

Die penoskrotale Transposition ist eine seltene Fehlbildung mit teilweisem oder vollständigem Austausch der Positionen von Penis und Skrotum. Das Skrotum fusioniert kranial des Penis, meist sind skrotale Fehlbildungen (bifides Skrotum, s.u.), penile Fehlbildungen (Hypospadie) oder chromosomale Anomalien (Klinefelter-Syndrom) zusätzlich vorhanden. Die penoskrotale Transposition wird chirurgisch korrigiert: komplette Umschneidung des Penis und Trennung beider Hemiskroti mit Readaptation der Hemiskroti kaudal des Penis. In schweren Fällen kommen plastische Techniken wie eine V-Y-Plastik zur Verschiebung der Skrotalhälften zur Anwendung. Die Korrektur sollte nicht gleichzeitig mit einer Hypospadieoperation durchgeführt werden (Ebert u.a.2010).

Bifides Skrotum

Beide Hemiskroti sind nicht in der Mittellinie fusioniert, eine Raphe ist nicht vorhanden. Das bifide Skrotum ist häufig ein Teilaspekt der penoskrotalen Transposition oder mit Hypospadien vergesellschaftet, kann aber auch isoliert vorkommen. Das bifide Skrotum gilt als klinisches Zeichen für ein partielles Androgeninsensitivitätssyndrom, genetische Untersuchungen diesbezüglich sind notwendig. Als Therapie werden operativ beide Hemiskroti mobilisiert und in der Mittellinie vereinigt.







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Literatur

Ebert, A.-K.
[Pathological findings in the scrotum and testis and initial diagnostic management].
Urologe 2010,49, 1476-80, 1482-4