Dr. med. Dirk Manski

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Desmopressin

Wirkmechanismus von Desmopressin

Desmopressin, ein Analogon des Vasopressins (ADH), reduziert die nächtliche Urinmenge und damit die Häufigkeit der Enuresis. Eine Wirkung auf die glatte Muskulatur oder den Blutdruck (wie bei Vasopressin) besteht nicht.

Urologische Indikationen

Pharmakokinetik von Desmopressin

Nebenwirkungen von Desmopressin

Kontraindikationen

Wechselwirkungen von Desmopressin

Medikamente, welche die ADH-Ausschüttung stimulieren oder eine Wasserretention verursachen können, erhöhen die Gefahr Wasseretention und Hyponatriämie durch Desmopressin: Antidepressiva, selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, Chlorpromazin, Carbamazepin, nichtsteroidale Antiphlogistika.

Bei oraler Gabe kann die Behandlung mit Loperamid die Desmopressin-Konzentration verdreifachen.

Dosierung von Desmopressin

Therapie der Enuresis

Zunächst 200 μg Desmopressing p.o. 0–0–1 über 2 Wochen. Nur bei fehlendem Effekt Erhöhung auf 400 μg p.o. 0–0–1 für 2 Wochen. Bei erfolgreicher Enuresistherapie Fortsetzung und Ausschleichen der Desmopressintherapie. Wichtig ist die Beachtung der Trinkvorschriften zur Vermeidung der o.g. Nebenwirkungen von Desmopressin.

Therapie des Diabetes insipidus

Die anfängliche Dosis von Desmopressin beträgt bei Erwachsenen und Kindern 3 mal täglich 100 μg. Dosissteigerung je nach klinischer Wirkung, die Erhaltungsdosis liegt üblicherweise zwischen zwischen 300 und 600 μg pro Tag.







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Literatur

Schultz-Lampel und Thüroff 2000 SCHULTZ-LAMPEL, D. ; THÜROFF, J. W.:
Enuresis und kindliche Harninkontinenz.
In: THÜROFF, JW (Hrsg.) ; SCHULTE-WISSERMANN, H (Hrsg.): Kinderurologie in Klinik und Praxis.
Stuttgart New York : Thieme, 2000, S. 265–275





Strukturformel von Desmopressin