Harnblasensteine sind prinzipiell immer behandlungsbedürftig und bedürfen einer operativen Entfernung. Die Abwägung zwischen einer endoskopischen Harnblasensteinlithotripsie oder einer offenen Sectio alta ist abhängig von der Größe der Steine, Anzahl der Steine und von der Prostatagröße, wenn eine zeitgleiche operative BPH-Therapie angestrebt wird.
Unbehandelte Harnwegsinfektion. Sehr große oder sehr viele Harnblasensteine, Prostatagröße über 80 ml bei gleichzeitig angestrebter operativer BPH-Therapie.
Patientenvorbereitung, Anästhesie und perioperative Antibiose wie bei TURP.
der Steinpunch wird über den Resektionsschaft mit einer 5 Grad-Optik eingeführt. Der Stein wird gegen die Harnblasenwand gedrückt und ähnlich wie bei einem Nussknacker in grobe Fragmente desintegriert [Abb. 1.3].
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Durch die Entladung einer Spannung wird über eine Sonde eine Druckwelle in Nachbarschaft des Harnblasensteins ausgelöst [Abb. 1.4].
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mit einer starren Sonde werden mechanische Stoßwellen auf den Stein übertragen. Für Harnblasensteine stehen 8 CH-Sonden zur Verfügung.
die Desintegrate können direkt mit dem Steinpunch entfernt werden. Bei großer Steinlast werden die Steinfragmente mit der Harnblasenspritze oder mit dem Ellik-Evakuator ausgespült.
Die Harnblasenperforation ist eine typische Komplikation. Vorsicht vor Auslösung der EHL in Nähe der Harnblasenwand oder vor Mitfassen der Harnblasenwand mit dem Steinpunch.
Weiterhin Blutung, Infektion, Harnröhrenverletzung. Konversion zur offen-chirurgischen Steinsanierung bei überschätzter Steinlast (Sectio alta).
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Dr. med. Dirk Manski
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