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Von Dirk Manski

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Nierenvenenthrombose: Ursachen, Diagnose und Therapie

Definition

Die Nierenvenenthrombose ist eine partielle oder vollständige thrombotische Okklusion einer Nierenvene mit Gefahr des Nierenfunktionsverlustes.

Epidemiologie

Selten, mit Altergipfeln bei Säuglingen und Erwachsenen. Meist sind auslösende Risikofaktoren vorhanden (siehe unten).

Ätiologie (Ursachen) der Nierenvenenthrombose

Ursachen und Pathophysiologie der Nierenvenenthrombose sind vergleichbar mit der tiefen Venenthrombose (Virchow-Trias). Häufig findet sich eine Kombination von Ursachen wie bei pädiatrischen Risikopatienten: Dehydratation, perinatale Asphyxie, Sepsis, Hypotonie und zyanotische Herzfehler. Das Risiko einer Lungenembolie ist deutlich erhöht.

Klinik der Nierenvenenthrombose

Die Klinik hängt von Geschwindigkeit und Ausmaß der venösen Okklusion ab, asymptomatische Verläufe sind möglich. Ansonsten bauchschmerzen.html">Flankenschmerzen, haematurie.html">Hämaturie, Übelkeit, fieber.html">Fieber, selten schmerzhafte tastbare Nierenschwellung. akutes-nierenversagen.html">Akute Nierenfunktionsverschlechterung, Oligurie oder Anurie insbesondere bei bilateraler Nierenvenenthrombose oder Einzelniere.

Diagnose der Nierenvenenthrombose

Labor:

Unspezifische Zeichen sind eine Mikrohämaturie, Proteinurie und Anstieg des Kreatinins. Bei klinischem Verdacht erweiterte Labordiagnostik mit Quantifizierung der Proteinurie, Serum-Elektrophorese, CRP, Lipidstatus und Gerinnungsdiagnostik.

Sonographie:

Ausschluss eines Harnstaus, Nierenvergrößerung, dopplersonographischer Nachweis der Nierenvenenthrombose mit evtl. Ausdehnung des Thrombus in die V. cava.

CT oder MRT-Angiographie:

Der Nachweis der Nierenvenenthrombose gelingt zuverlässig, ggf. mit CT-Thorax zum Nachweis einer Lungenembolie.

Therapie der Nierenvenenthrombose

Sofortige therapeutische Antikoagulation, die Dauer richtet sich nach Risikoprofil, Grunderkrankung und Nierenfunktion. Eine konsequente Behandlung der Grunderkrankung ist essenziell, zum Beispiel die Therapie des nephrotischen Syndroms oder eines zugrunde liegenden Malignoms. Endovaskuläre Interventionen oder Thrombolyse sind eine Option für ausgewählte Patienten mit akutem Nierenversagen (bilaterale Thrombose), nach Nierentransplantation, anhaltenden Flankenschmerzen oder Kontraindikationen für eine Antikoagulation. Eine operative Therapie ist bleibt Ausnahmefällen vorbehalten.








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Literatur:

M. Asghar, K. Ahmed, S. S. Shah, M. K. Siddique, P. Dasgupta, and M. S. Khan, “Renal vein thrombosis.,” Eur. J. Vasc. Endovasc. Surg., vol. 34, no. 2, pp. 217–223, 2007.

  English Version: Causes, diagnosis and treatment of renal vein thrombosis.

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