Dr. med. Dirk Manski

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Abdomenübersichtsaufnahme (Röntgen-Abdomen)

Indikationen zur Abdomenübersichtsaufnahme

Vor jedem Infusionsurogramm (Leeraufnahme), bei unklaren Bauchschmerzen, akutem Abdomen, Ileus, Verdacht auf Hohlorganperforation, Nephrolithiasis oder zur Suche von Fremdkörpern. Das Röntgen-Abdomen hat klare Nachteile in der Sensitität und Spezifität im Vergleich zum CT-Abdomen bei fast allen Fragestellungen.



Technik der Abdomenübersichtsaufnahme

Bei V. a. urologische Erkrankungen wird die Abdomenübersichtsaufnahme im anterior-posterioren Strahlengang angefertigt, dies führt zu einer besseren Darstellung der retroperitonealen Strukturen. Die Abdomenübersicht sollte kranial den 11. Brustwirbel abbilden, kaudal sollte der Unterrand der Symphyse zu sehen sein. Bei großen Patienten sind ggf. zwei Aufnahmen notwendig. Nach lateral wird auf die Hautgrenze eingeblendet. Je nach Fragestellung und Vorbefunden kann die Aufnahme auf den Zielbereich eingeblendet werden (z.B. Halbseitenaufnahme zur Verlaufskontrolle einer Steintherapie).


Röntgen-Abdomen vor Urogramm
Abbildung 1.2: Röntgen-Abdomen: neben der einliegenden DJ-Harnleiterschiene ist auf der rechten Seite eine kalkdichte Struktur in Projektion auf den Nierenoberpol zu erkennen (oberer Nierenkelchstein). Mit freundlicher Genehmigung, Dr. R. Gumpinger, Kempten.

Normalbefund des Röntgen-Abdomens

Der Nierenschatten kann bei guten Untersuchungsbedingungen in Form und Größe gut erfaßt werden. Die Länge beträgt normalerweise 11–12 cm, die Breite 5 cm. Der Oberpol der linken Niere liegt an der Oberkante von BWK 12, der Unterpol in der Mitte von LWK 3. Die rechte Niere liegt etwa 1,5 cm tiefer.

Abweichungen der typischen Nierenform können Nierenzysten, Niereninfarkte, Nierentumoren, Abszesse oder angeborene Fehlbildungen hervorgerufen.

Verkalkungen in Projektion auf die Harnwege können nicht nur durch Harnsteine verursacht werden, Lymphknotenverkalkungen, Phlebolithen, Arteriosklerose, chronische Pankreatitis, Stuhlinhalt oder Fremdkörper sind ebenfalls zu erwägen.

Orientierende Betrachtung der Wirbelsäule, Rippen und Beckenknochen hinsichtlich der Form, Spongiosastruktur, Achsabweichung und degenerativer Veränderungen. Der Psoasschatten sollte sich seitensymmetrisch darstellen, Ursachen für eine Asymmetrie sind retroperitoneale Blutungen, Aortenaneurysma oder Tumoren. Beurteilung der Darmgasverteilung.







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