Zusammenfassende Literatur: (Benninghoff, 1993).
Paariges Organ im Skrotum, 4 × 3 × 2,5 cm groß, 20–25 ml Volumen. Die Hoden besitzen eine feste Organkapsel (Tunica albuginea testis).
Das Hodenparenchym besteht aus 250–350 Läppchen, Lobuli testes, welche über das Mediastinum testis in den Nebenhoden drainieren und durch bindegewebige Septen, Septula testis, getrennt werden. Ein Lobulus testis besteht aus einem oder mehreren Samenkanälchen, Tubuli seminiferi contorti, welche mit Beginn und Ende in das Rete testis münden [Abb. 1.1].
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Abbildung 1.1: Schema der Hodenanatomie:
Abb. modifiziert nach Gray’s Anatomy, Lea and Febinger 1918, Philadelphia, USA. |
Der Nebenhoden ist 5–10 mm dick und reicht vom kranialen bis zum kaudalen Hodenpol. Die Gliederung erfolgt in Caput, Corpus und Cauda. Eine dünne Kapsel bedeckt den Nebenhoden.
Aus den Spalträumen des Rete testis gehen 8–10 Ductuli efferentes aus, welche die Spermatozyten in den Ductus epididymis transportieren. Der Nebenhoden besteht aus dem gewundenen und stark geknäulten Ductus epididymidis, welcher an der Cauda in den Ductus deferens übergeht [Abb. 1.1].
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Abbildung 1.2: Gewebeschichten des Hodens (Hodenhüllen). Abb. modifiziert nach Gray’s Anatomy, Lea and Febinger 1918, Philadelphia, USA. |
Der Samenleiter, Ductus deferens, verbindet den Nebenhoden mit der Harnröhre. Kurz vor der Prostata erweitert sich der Samenleiter zur Ampulla ductus deferentis, nach dem Einmünden der Samenblase wird der Samenleiter Ductus ejaculatorius genannt. Der Ductus ejaculatorius zieht durch die Prostata und mündet auf dem Colliculus seminalis in die Harnröhre.
Folgende Strukturen begleiten den Ductus deferens im Samenstrang [Abb. 2.10]:
A. testicularis (aus Aorta), A. ductus deferentis (aus A. umbilicalis/A. iliaca interna), A. cremasterica (aus A. epigastrica inferior).
Plexus pampiniformis (Venöses Geflecht im Samenstrang), geht in die V. testicularis über und mündet links in die V. renalis sinistra und rechts in die Vena cava.
der Lymphabfluss des Hodens zieht über Lymphgefäße des Samenstrangs zu den paraaortalen Lymphknoten. Hodentumoren metastasieren zunächst in diese Lymphknotenstation.
Die Lymphgefäße der Skrotalhaut und der äußeren Hodenhüllen drainieren in die Nodi lymphatici inguinales.
Die autonome nervale Versorgung des Hodens geht vom Ganglion spermaticum aus, welches paraaortal am Ursprung der A. testicularis liegt. Hauptfunktion ist die sympathische Innervation der Hodengefäße.
Ramus genitalis aus dem N. genitofemoralis: kommt aus dem Plexus lumbalis (L1–2) und zieht durch den Leistenkanal. Er innerviert sensibel die Skrotalhaut und motorisch den M. cremaster und die Tunica dartos.
N. ilioinguinalis: kommt aus dem Plexus lumbalis (L1) und innerviert sensibel Skrotalhaut, Peniswurzel, Leiste und medialen Oberschenkel.
folgende Strukturen umschließen den Inhalt des Samenstrangs, von aussen nach innen: Skrotalhaut, Tunica dartos, Fascia spermatica externa, M. cremaster, Fascia spermatica interna.
Abbildung 2.10: Hodenhüllen und Inhalt des Samenstrangs: Anulus inguinalis superficialis (1), M. cremasterica (2) und (4), Samenstrang (3), Septum scroti (5), Tunica dartos (6), Vas deferens (7), A. testicularis (8), Äste des N. ilio-inguinalis (9), A. ductus deferentis (10), Fascia spermatica ext. mit M. cremaster und Fascia spermatica interna (11), Plexus pampiniformis (12), Epididymis (13), Lamina parietalis der Tunica vaginalis testis (14). Abb. aus Gray’s Anatomy, Lea and Febinger 1918, Philadelphia, USA.
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English Version: Gross anatomy of the testis, vascular supply, epididymis, scrotum and spermatic cord.
Letzte Aktualisierung
Dr. med. Dirk Manski
manski@urologielehrbuch.de