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Zusammenfassende Literatur Megaureter: (Shokeir und Nijman, 2000) (Wilcox und Mouriquand, 1998).
Der Megaureter ist eine angeborene Uretererweiterung, die weitere Einteilung erfolgt gemäß der Ursache:
prävesikaler aperistaltischer enger Ureter mit prästenotischer Dilatation. Die Stenose entsteht durch einen Entwicklungsstop des Ureters.
erhöhte intravesikale Drücke, eine erhöhte Harnblasenwandspannung und Narbenbildung führen zur Dekompensation des Ureterdurchtritts durch die Harnblasenwand, z. B. bei neurogener Harnblasenfunktionsstörung oder Harnröhrenklappen.
vesiko-ureteraler Reflux bedingt die Ureterdilatation bei einem primär refluxiven Megaureter. Sekundär refluxive Megaureter werden durch eine subvesikale Obstruktion ausgelöst.
die meisten Megaureteren von Neugeborenen fallen in diese Kategorie, die Ursache bleibt meist unklar. Als Auslöser für die Megaureterentstehung werden eine erhöhte Urinproduktion, eine verzögerte Ureterreifung und eine subklinische Obstruktion genannt.
prävesikale Enge mit Obstruktion und zusätzlich vesikoureteralem Reflux (selten).
Der Megaureter ist die Ursache für 20 % der pränatal diagnostizierten Hydronephrosen.
Die Sonographie ist gut geeignet zur Differentialdiagnose zwischen Harnleiterabgangsenge und Megaureter. Der Harnleiter bei Kindern ist normalerweise unter 5 mm weit.
Die Ausscheidungsurographie ist ebenfalls gut geeignet zur Differentialdiagnose zwischen Harnleiterabgangsenge und Megaureter. Weiterhin gibt die Untersuchung Hinweise auf die Nierenfunktion.
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Primär obstruktive Megaureter bds. im Ausscheidungsurogramm. Mit freundlicher Genehmigung, Prof. Dr. R. Harzmann, Augsburg. |
Die MCU dient zur Bestätigung oder Ausschluss von Reflux. Diagnostikum der Wahl bei V. a. Harnröhrenklappen.
Bestimmung der seitengetrennten Nierenfunktion. In Kombination mit einem Diuretikum kann eine echte Obstruktion vom idiopathischen Megaureter unterschieden werden. 20 min nach Furosemid-Stimulation sollten 50 % der Aktivität aus dem Nierenbecken/Harnleiter ausgewaschen sein.
Die retrograde Pyelographie wird zur Darstellung der Anatomie und zur Differentialdiagnose bei unklarer Bildgebung verwendet [Abb. 2.6].
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Abbildung: Primär obstruktiver Megaureter: retrograde Pyelographie. Mit freundlicher Genehmigung, Dr. R. Gumpinger, Kempten. |
Bestimmung des Nierenbeckendrucks über eine perkutane Nephrostomie bei einem Flow von 10ml/min. Indiziert bei Unklarheiten im Nierenfunktionsszintigramm, insbesondere bei schlechter Nierenfunktion.
Indikation für eine Operation sind eine szintigraphisch nachgewiesene signifikante Obstruktion und zunehmender anteiliger Funktionsverlust der Niere. Der primäre obstruktive Megaureter zeigt bei Kindern eine gute spontane Ausheilungsrate.
OP-Technik: Exzision des engen prävesikalen Segmentes, Harnleitermodellage (Faltung oder gefäßschonende longitudinale Teilresektion) und Ureterozystoneostomie.
Nach Therapie der Grunderkrankung sind i. d. R. keine weiteren Maßnahmen notwendig.
Siehe vesikoureteraler Reflux, in den meisten Fällen genügt eine konservative Therapie. Chirurgische Therapieoptionen sind eine Ureterozystoneostomie mit ggf. Harnleitermodellage.
Beobachtung, konservative Therapie.
| Vesikoureteraler Reflux | Inhalt | Retrokavaler Ureter |
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Dr. med. Dirk Manski
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