Abkürzung: RUP (retrograde Ureteropyelographie), RPG (retrograde Pyelographie)
Nephrolithiasis, Makrohämaturie, Harnstau, Tumoren des oberen Harntrakts, bei Jod- oder Kontrastmittelallergie als Alternative zum InfusionsUrogramm, vor Ureterorenoskopie.
Nach Zystoskopie der Harnblase wird ein Ureterenkatheter (5–6 Ch) in das entsprechende Ostium eingeführt und ein Leerbild des Abdomens (Halbseite) angefertigt. Danach wird unter Durchleuchtung langsam Kontrastmittel in den Harnleiter eingespritzt. Je nach Fragestellung wird der Ureterenkatheter nach proximal bis in das Nierenbecken geschoben und dort Kontrastmittel appliziert.
Die Aspiration von Urin aus dem Nierenbecken vor Applikation des Kontrastmittels senkt die Wahrscheinlichkeit einer Fornixruptur [Abb. 1.8 und 1.9].
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Abbildung 1.9: Retrograde Pyelographie: Fornixruptur durch zu schnelle Injektion des Kontrastmittels, deutliche Doppel-Kontrastierung der Ureterwand durch das extraluminale Kontrastmittel. |
Es kontrastiert sich ein schlanker Ureter, das Nierenbeckenkelchsystem stellt sich ohne Harnstau dar. Es bestehen keine Kontrastmittelaussparungen im Verlauf des Harntrakts. Nach Entfernung des Ureterkatheters fließt das Kontrastmittel in die Harnblase ab.
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Dr. med. Dirk Manski
manski@urologielehrbuch.de