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Zusammenfassende Literatur: (Sökeland et al., 2000).
Siehe Tab. transurethraler vs. suprapubischer DK bezüglich der Vorteile und Nachteile von transurethraler oder suprapubischer Dauerkatheterisierung.
| transurethraler Dauerkatheter | suprapubischer Dauerkatheter | |
| Vorteile |
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| Nachteile |
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Mittel der Wahl bei längerfristiger Dauerkatheterisierung (>1 Woche), insbesondere bei Männern.
Ein suprapubischer Katheter ermöglicht längerfristige Prüfung des Restharns nach jeder Miktion.
Ein suprapubischer Katheter sollte bei akuter Prostatitis oder Epididymitis mit Harnblasenentleerungsstörungen dem transurethralen Dauerkatheter vorgezogen werden.
Erstversorgung der Harnröhrenverletzung bei fehlender Möglichkeit der transurethralen Katheterisierung.
Ungenügend gefüllte Harnblase (<200 ml), Harnblasentumoren, Unterbauchtumoren mit Verdrängung der Harnblase, Störungen der Blutgerinnung, Hauterkrankungen im Punktionsbereich.
Voroperationen im Unterbauch, Ileus, Schwangerschaft, Adipositas per magna.
Für eine kurze Dauer der Katheterisierung (perioperativ) werden oft 1-Wege-Katheter aus Polyurethran oder PVC verwendet, welche mit Hilfe einer Fadenfixierung an der Haut befestigt werden. Bei langfristiger Katheterisierung sollte spätestens nach dem ersten Katheterwechsel ein Silikon-Dauerkatheter mit Ballonblockade verwendet werden. Die Ballonblockade ermöglicht den Verzicht auf die Fadenfixierung an der Haut und senkt Infektionen der Einstichstelle. Es exisitieren spezielle Katheter mit kurzer Nelaton-Spitze und kleinem Ballon, um einen hohen Tragekomfort zu ermöglichen.
Rückenlagerung mit leichter Oberkörpertieflage, Rasur der Punktionsstelle. Füllung der Harnblase mit mindestens 200 ml NaCl (Einmalkatheter) und Sonographie des geplanten Punktionswegs (Darminterposition? Krankheiten der Harnblase?). Weiteres Arbeiten mit sterilen Handschuhen. Desinfektion des Unterbauchs und Abdecken mit einem Lochtuch. Lokalanästhesie mit z.B. 10 ml Lidocain, Punktionsstelle befindet sich median etwa 1–2 Querfinger über der Symphyse.
Probepunktion und Aspiration mit gleicher Nadel am Ende der Lokalanästhesie. Vorbereitung eines Hohltrokars (10–12 CH) mit passendem Katheter. Stichinzision der Haut und dem vorderen Blatt der Rektusscheide mit einem Skalpell. Senkrechte Punktion der Harnblase mit dem Hohltrokar, bis Urin im Katheter erscheint, dann Vorschieben des Katheters (und Blocken des Ballons). Zurückziehen des Trokars und Entfernung. Zurückziehen des suprapubischen DK bis zur Markierung am Kathetersystem oder bis der Ballon die Harnblasenwand erreicht. Ggf. Fadenfixierung eines einlumigen Katheters. Trockener Verband.
Blutungen perivesikal oder intravesikal, Fehlpunktion mit ggf. Verletzung von Nachbarorganen (Darmverletzung (2–3%, große Gefäße). Langfristig Infektion und Abszedierung ausgehend vom suprapubischen Punktionskanal. Mortalität 1–2% (Ahluwalia u.a., 2006).
Katheterdislokation, Blockadeverhalt, Biofilmentstehung mit Verkrustung und Infektion, Harnblasensteine (siehe Komplikationen des transurethralen Dauerkatheters).
| Einmalkatheter | Inhalt | Harnleiterschienen |
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Dr. med. Dirk Manski
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