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Zusammenfassende Literatur Varikozele: (Bong und Koo, 2004) (Miller u.a., 2002) (Rubenstein u.a., 2004).
Die Varikozele, auch Krampfaderbruch genannt, ist eine Dilatation und Vermehrung des Plexus pampiniformis am Samenstrang
Inspektorisch und palpatorisch kein Nachweis einer Varikozele; aber positive skrotale Thermographie oder dopplersonographischer Refluxnachweis.
Unter Valsalvamanöver tastbare aber nicht sichtbare Varikozele.
Unter Ruhebedingungen tastbare aber nicht sichtbare Varikozele.
Bereits unter Ruhebedingungen leicht tastbare und sichtbare Varikozele.
die nahezu rechtwinklige Einmündung der V. testicularis in die V. renalis auf der linken Seite kombiniert mit insuffizienten Venenklappen führt zu einer langen, hydrostatischen Drucksäule, gegen die die distale V. testicularis und der Plexus pampiniformis ankämpfen müssen und schließlich dekompensiert.
Man kann zwischen dem ,,Shunt-Typ`` und dem ,,Druck-Typ`` unterscheiden. Beim Druck-Typ hingegen füllt sich das Venengeflecht retrograd, es kommt jedoch nicht zu einem Abstrom über Kollateralen. Beim Shunt-Typ kommt es zu einem Abfließen über Kollateralen in das Abflussgebiet der V. iliaca interna und externa.
Nach Dubin und Amelar werden die Schweregrade 0 und 1 der Varikozele dem Druck-Typ zugeordnet und die Schweregrade 2 und 3 dem Shunt-Typ [Dubin 1970].
durch eine retroperitoneale Raumforderung entsteht ein Abflußhindernis, welches zu einer Varikozele führt.
führt zur Erhöhung der Noradrenalinkonzentration in der Varikozele und – durch Diffusion – in der A. testicularis. Dies führt zur einer reversiblen Vasokonstriktion im Hoden.
aufgrund des erhöhten venösen Shunting aus dem warmen Körperkern.
durch den erhöhten venösen Druck entsteht eine Abflussstörung des warmen Blutes und eine gestörte Hodendurchblutung.
ist die Folge aus Reflux von Nebennierenmetaboliten, erhöhter Hodentemperatur und erhöhtem venösen Druck. Dies führt zu einer mikroskopisch sichtbaren Beeinträchtigung der Sertoli-Zellfunktion, verminderter Inhibin-Sekretion und damit zu einem FSH-Anstieg.
Die Minderdurchblutung des Hodens beeinträchtigt auch die Leydig-Zellfunktion, dies führt zu erhöhten LH-Konzentrationen. Oft ist die Testosteronkonzentration bei Varikozelenpatienten normal bis subnormal. Ist sie erniedrigt, führt die Operation häufig zu einer Normalisierung.
höhergradige Varikozelen führen zu einer Atrophie des Hodens.
Hoden: Hodengröße (Differenz >20 % oder 2 ml)? Hodentumor? Venenkonvolut [Abb. 2.2]? Bei Erwachsenen sind Venendurchmesser über 3,5 mm pathologisch.
Sonographie Nieren: Tumor?
Farbdopplersonographie: Reflux beim Valsalva-Versuch [Abb. 2.2]?
Abbildung 2.2: Varikozele testis: Sonographie mit Farbdoppler. Im linken Bild zeigen sich ektatische Venen im Samenstrang. Im rechten Bild Darstellung des venösen Reflux durch den Valsalva-Versuch.
ein pathologisches Spermiogramm (Oligozoospermie, Asthenozoospermie) kann durch eine Varikozele verursacht sein.
erhöhtes FSH und erniedrigtes Testosteron sind typisch für eine testikuläre Dysfunktion bei einer Varikozele.
experimentelle Untersuchung. Sie ist nicht notwendig, da ungenau und wenig spezifisch.
bei der Bernardi-Operation wird eine Ligatur der Vasa testiculares retroperitoneal zwischen Spina iliaca ant. sup. und Nierenvene durchgeführt. Die Palomo-Operation durchtrennt die Vasa testiculares etwas tiefer in Höhe der Spina iliaca superior. Die venenselektive Durchtrennung (arterien- und lymphgefäßschonende Technik) senkt die Rate an Hydrozelen, die Rezidivrate ist jedoch erhöht.
Die Operationstechniken sind auch laparoskopisch oder retroperitoneoskopisch durchführbar. Im Vergleich zur offenen OP-Technik existieren keine drastischen klinischen Vorteile für die laparoskopische Technik.
bei der Operation nach Ivanissevich erfolgt eine inguinale Samenstrangfreilegung und Ligatur sämtlicher Venen in Höhe des inneren Leistenrings. Die Operation sollte mit Hilfe eines Operationsmikroskops durchgeführt werden, geschont werden die A. testicularis, Lymphgefäße und Venen entlang des Vas deferens.
angiographische Embolisation/Sklerosierung der V. spermatica interna retrograd über einen transfemoralen Zugang.
nach skrotaler Samenstrangfreilegung erfolgt die Freilegung einer Varikozelenvene und Injektion eines Sklerosierungsmittels.
bis 7 % bei retroperitonealer Massenligatur. Bei Sklerosierung oder selektiver Unterbindung 1 %.
1–2 % bei retroperitonealer Massenligatur. Selektive retroperitoneale Ligatur und Embolisation um 7–11 %.
bis Hodeninfarzierung (<1 %). Die Gefahr besteht insbesondere bei der antegraden Sklerosierung durch eine arterielle Fehlpunktion oder bei Extravasation von Sklerosierungsmittel.
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Dubin, L. und R. D. Amelar (1970). Varicocele size and results of varicocelectomy in selected subfertile men with varicocele. In: Fertil Steril 21, S. 606–609.
Kinderurologie: Erkrankungen der Harn- und Geschlechtsorgane mit Manifestation im Kindesalter.
English Version: Varicocele: pathophysiology of testicular dysfunction and infertility
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Dr. med. Dirk Manski
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