Dr. med. Dirk Manski

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Axitinib gegen das Nierenzellkarzinom

Wirkmechanismus von Axitinib:

Axitinib ist ein oraler potenter Tyrosinkinasenhemmer von VEGF-Rezeptoren 1–3, welcher somit in die intrazellulären Signaltransduktionskaskaden von Zellwachstum und Angiogenese eingreift.

Urologische Indikationen von Axitinib:

Axitinib ist zugelassen für die Therapie des metastasierten Nierenzellkarzinoms nach Versagen einer vorangegangenen Therapie mit Sunitinib oder einem Zytokin (Immuntherapie). Axitinib zeigte im randomisierten Vergleich mit Sorafenib ein verbessertes progressionsfreies Überleben (6,7 vs. 4,7 Monate), dies war besonders deutlich bei Patienten mit Versagen der Immuntherapie (Rini u.a., 2011).

Pharmakokinetik:

Orale Gabe. Hepatische Metabolisierung. Halbwertszeit 2,5–6 h.

Nebenwirkungen von Axitinib:

Die häufigsten Nebenwirkungen (>20%) sind Diarrhoe, Hypertonie, Müdigkeit, Dysphonie, Übelkeit, verminderter Appetit und das Hand-Fuß-Syndrom; in Klammern werden die Häufigkeiten von Grad 3/4 Nebenwirkungen angegeben.

GI-Trakt:

Diarrhoe (10%), Erbrechen (1–2%).

Haut:

Hand-Fuß-Syndrom (5%), Mukositis (1–2%).

Gefäßsystem:

Hypertonie (15%), arterielle oder venöse Embolien (2–3%).

Weitere Nebenwirkungen:

Hypothyreose, Appetitlosigkeit (3%), Dehydrierung (2–3%), Müdigkeit (10%).

Kontraindikationen von Axitinib:

Axitinib ist kontraindiziert, wenn trotz Dosisreduktion persistierende Nebenwirkungen Grad 3/4 vorliegen. Weiterhin schwere Leberinsuffizienz (Child C), Schwangerschaft und Stillzeit.

Wechselwirkungen:

Keine gleichzeitige Gabe von Axitinib mit starken Inhibitoren der CYP3A4/5 wie Makrolide oder Ketoconazol.

Dosierung von Axitinib:

5 mg Axitinib 1-0-1 p.o. kontinuierlich, Dosissteigerung bei guter Verträglichkeit auf 7 mg 1-0-1 und 10 mg 1-0-1 möglich. Dosisreduktion bei Nebenwirkungen auf 3 mg 1-0-1 und dann 2 mg 1-0-1, alternativ Therapiepause.

Kontrollen während der Therapie:

Regelmäßige Kontrollen von Blutbild, Elektrolyte, Leberwerte, Gerinnung, Blutzucker, Kreatinin, Schilddrüsenwerte, Haut, Mundhöhle und Blutdruck.

Supportive Therapie:

Gegen Diarrhoe Loperamid, gegen Mukositis regelmäßige Mundspülungen, gegen Hand-Fuß-Hautreaktion Prävention der mechanischen Belastung, ggf. keratolytische oder glukokortikoidhaltige Salben, gegen Hypertonus Antihypertensiva, bei Hypothyreose Hormonsubstitution. Bei fehlender Besserung Dosisreduktion oder Pausierung der Therapie.

Präparatenamen von Axitinib:

Inlyta







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Literatur Axitinib

Rini, B. I.; Escudier, B.; Tomczak, P.; Kaprin, A.; Szczylik, C.; Hutson, T. E.; Michaelson, M. D.; Gorbunova, V. A.; Gore, M. E.; Rusakov, I. G.; Negrier, S.; Ou, Y.; Castellano, D.; Lim, H. Y.; Uemura, H.; Tarazi, J.; Cella, D.; Chen, C.; Rosbrook, B.; Kim, S. & Motzer, R. J.
Comparative effectiveness of axitinib versus sorafenib in advanced renal cell carcinoma (AXIS): a randomised phase 3 trial.
Lancet, 2011, 378, 1931-1939.