Zytostatikum aus der Gruppe der Naturstoffe, Glykopeptid aus Actinomyceten Streptomyces verticillus. Bleomycin bindet spezifisch an die DNA und führt zu Strangabbrüchen und Zelltod. In hohen Konzentrationen wirkt Bleomycin als Endonuclease und spaltet die DNA.
Metastasierte Keimzelltumoren des Hodens.
Renale Elimination, initial HWZ 24 min, dann 2–4 h. Bei einer Niereninsuffizienz ist eine Dosisanpassung notwendig.
subakut oder chronisch verlaufende Lungenentzündung (interstitielle plasmazelluläre Pneumonie) mit Fibrose. In 1 % der behandelten Patienten letaler Verlauf.
Risikofaktoren: hohes Alter, Lungenerkrankungen und kumulative Bleomycindosierungen über 300 mg.
Klinisch stehen Husten, Atemnot und Fieber im Vordergrund. Diagnose mit Rö-Thorax, CT-Thorax und Lungenfunktionsprüfung. Bei ersten Anzeichen einer interstitiellen Pneumonie sind weitere Bleomycin-Gaben kontraindiziert.
Exantheme der Haut, Nagelveränderungen, Haarausfall, Hautnekrosen.
Schüttelfrost, Fieber, insbesondere bei Erstgabe. Eine letale Hyperthermie nach i. v.-Gabe, vor allem bei Lymphompatienten, ist möglich. Eine Testdosis von 1 mg gefolgt von einer Beobachtung von 4 h ist vor Erstgabe obligat.
Übelkeit und Erbrechen, Diarrhoe, Appetitlosigkeit.
Gelenk- und Muskelschmerzen, Schäden an den Blutgefäßen, selten Raynaud-Syndrom, Myokardinfarkt oder Hirnischämie.
Vermeidung von nephrotoxischen oder myelosuppressiven Substanzen. Keine Lebendimpfstoffe.
Bleomycin-Unverträglichkeit oder Bleomycin-Lungenfibrose. Schwangerschaft. Relative Kontraindikation (je nach Ausmaß): restriktive oder obstruktive Lungenerkrankungen, Lungenbestrahlung, Nieren- oder Leberinsuffizienz.
PEB-Kombination: Bleomycin (15 mg/m2, Tag 1, 8, 15 als Bolus), Zyklusdauer 21 d. Maximal 3–4 Zyklen [siehe Schema PEB].
Bleo-Cell, Bleo-medac, Bleomycin-Generika.
| Etoposid | Inhalt | Mitomycin C |
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Dr. med. Dirk Manski
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