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Primär außerhalb des Hodens vorkommender Keimzelltumor.
3–5 % aller Keimzelltumoren. Männer etwas häufiger als Frauen.
ein extragonadaler Keimzelltumor entsteht aus versprengten Keimzellen, welche eigentlich amöboid aus dem Dottersack in die Hodenanlage einwandern [siehe Kapitel Embryologie des Urogenitaltraktes].
Eine andere Theorie postuliert die Entstehung der Keimzelltumoren aus versprengten pluripotenten Embryonalzellen.
in der Mittellinie (in abnehmender Häufigkeit): Mediastinum, Retroperitoneum, sakrokokkzygeal, Schädelbasis.
Die Tumoren sind nicht eingekapselt und infiltrieren die Nachbarstrukturen. Wichtig ist die Unterscheidung des primären extragonadalen Keimzelltumors vom metastasierten Hodentumor mit ,,ausgebranntem`` Primärtumor.
es kommen alle histologische Typen des Keimzelltumors vor [siehe Kapitel Keimzelltumoren des Hodens].
Bauch- oder Rückenschmerzen, Gewichtsverlust, Husten, Atemnot, tastbarer Bauchtumor, bei Schädelbasis-Lokalisation Kopfschmerzen, Sehstörungen, Hörstörungen, Hormoninsuffizienzen bei Störungen von Hypophyse und Hypothalamus.
Aufgrund der anatomischen Lage entstehen erst bei großen Tumoren Symptome, oft erst durch Metastasen. Über 50 % werden erst im metastasierten Stadium symptomatisch.
Kern der Diagnostik bilden wie beim Hodentumor die Tumormarker (AFP, HCG und LDH), Sonographie der Hoden zur Suche eines Hodentumors, CT-Abdomen und Thorax (evtl. Kopf),CT-gestützte Tumorbiopsie.
v. a. bei sakrokokkzygealen Tumoren. Bei mediastinalen oder retroperitonealen Tumoren nur, wenn eine Resektion möglich ist und keine Fernmetastasen vorliegen.
PEB-Chemotherapie 4 Zyklen
multimodale Therapie: Tumorentfernung, Strahlen- und Chemotherapie.
wenn möglich, wird die chirurgische Entfernung durchgeführt.
Primäre Radio(chemo)therapie.
Bei primären extragonadalen Seminomen erscheint die Prognose relativ gut, im Gegensatz zu extragonadalen Nichtseminomen.
| Hodentumor | Inhalt | Hoden-Lymphom |
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Dr. med. Dirk Manski
manski@urologielehrbuch.de
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