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Penisdeviationen, welche seit 1 bis 2 Jahren ohne Veränderung bestehen und ein mechanisches Hindernis für den GV darstellen, sind durch eine Operation therapierbar.
Deviation unter 60 Grad, ausreichende Penislänge, keine Penisverengung.
bei starken Deviationen, bei kurzem Penis, bei Penisverengung.
Aktive IPP-Erkrankung, therapierefraktäre erektile Dysfunktion, eingeschränkte Lebenserwartung.
Ausschluss oder Therapie einer Harnwegsinfektion. Perioperative Antibiotikaprophylaxe. Rückenlagerung. Voll- oder Spinalnarkose.
bei distalen und mittleren Läsionen Zirkumzisionszugang und Freilegung des Penisschafts bis zur Basis. Bei proximalen Läsionen kann zusätzlich eine seitliche skrotale Inzision notwendig werden, der Penis wird dann durch diese Inzision durchgezogen und die Schafthaut beiseite geschwenkt.
beidseits lateral des Gefäß-Nervenbündels erfolgt die Inzisionen der Buck’schen Faszie und Unterminierung des Gefäß-Nervenbündels. Dieses Manöver ist bei ventraler Deviation oder bei Inzision von dorsalen Plaques notwendig.
laterale Punktion des Corpus cavernosum an der Penisbasis und Injektion von physiologischer Kochsalzlösung. Bei distalen Deviationen kann ein Gummizügel als Blutsperre eingesetzt werden.
Alternativ kann die künstliche Erektion mit PGE1-Injektionen erreicht werden.
Die Operation nach Nesbit beinhaltet die ovaläre Exzision der Tunica albuginea an der konvexen Seite der Deviation. Der Verschluss der Tunica albuginea mit PDS Einzelknopfnähten begradigt den Penisschaft, die Naht sollte wasserdicht sein (intraoperative Prüfung durch eine artifizielle Erektion) (Nesbit, 1965) (Nesbit, 2002).
auf die Exzision der Schwellkörperwand wie im Nesbit-Verfahren wird verzichtet. Die Anlage von nichtresorbierbaren Nähten verkürzt die Schwellkörperwand an der konvexen Seite und sorgt für den Ausgleich der Deviation (Essed und Schroeder, 1985).
Inzision der konkaven Seite, um eine Begradigung des Schaftes zu ermöglichen. Manche Autoren befürworten eine komplette Entfernung der Plaques. Der entstehende Defekt in der Tunica albuginea muss nach Begradigung gedeckt werden:
oberhalb der Spina iliaca ant. sup. wird das Stratum corneum mit dem Dermatom entfernt. Das Dermis-Transplantat ist mit einer Vergrößerung von 30 % ausgehend von der Lücke in der Tunica albuginea zu planen. Das subkutane Fettgewebe muss komplett von der Rückseite der Dermis entfernt werden. Hautnaht an der Entnahmestelle. Das Hauttransplantat wird fortlaufend mit PDS wasserdicht eingenäht. Nach Deckung des Defektes wird das Operationsergebnis und die Dichtigkeit der Naht durch eine artifizielle Erektion überprüft.
z. B. V. saphena magna. Nachteilig sind die potentielle Morbidität der Entnahmeoperation und der Verlust der Vene für zukünftige kardiale Bypass-Operationen.
z. B. Tachosil (zellfreies Material) oder Tutopatch (humane Fascia lata). Käufliches Material zur Deckung des Defektes bietet Vorteile: die Entnahmeoperation entfällt und der Graft hat eine konstante Qualität.
Fortlaufender Verschluss der Buck’schen Faszie mit PDS 3–0, Einlage von Redon-Wunddrainagen zwischen Dartos und Buck’scher Faszie. Hautnaht mit schnell resorbierbarem Nahtmaterial der Stärke 4–0. DK 14 Ch.
Entfernung der Drainagen und des DKs am ersten oder zweiten pOP Tag. Bicalutamid 50 mg 1–0–0 für 2 Wochen (oder Benzodiazepine) gegen schmerzhafte Erektionen und zur Schonung der Schwellkörpernaht. Nach 2 Wochen sind Erektionen und Manipulationen des Penis zur Verhinderung von Hautadhäsionen erwünscht. Für den GV ist die Defektdeckung jedoch noch zu instabil. Nach 3 Monaten ist der Graft stabil eingeheilt.
Penishämatom, Infektion, erneute Deviation, erektile Dysfunktion, Nervenverletzung mit Glanshypästhesie, Penisschaftverengungen (Sanduhrdefekt).
| Harnröhrenplastik (3/3) | Inhalt | Hypospadie-Operation |
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Dr. med. Dirk Manski
manski@urologielehrbuch.de
Aufgrund zahlreicher E-Mail Anfragen bezüglich der Diagnose und Therapie urologischer Krankheiten habe ich ein Urologie-Forum eingerichtet, in welchem Sie anonym Fragen stellen können, welche von mir beantwortet werden. Bitte verzichten Sie auf zukünftige Anfragen per E-Mail und benutzen Sie das Forum.