Zusammenfassende Literatur: (Safian und Textor, 2001) (Textor und Wilcox, 2001).
Stenose der A. renalis, welche zu arterieller Hypertonie und ischämischer Nephropathie führt.
20–40 % der Patienten mit Arteriosklerose (pAVK, Aortenaneurysma, KHK...) haben eine signifikante Nierenarterienstenose. Nicht alle Pat. mit einer morphologischen Nierenarterienstenose haben einen arteriellen Hypertonus. Bei 14 % der Pat. über 60 Jahre mit dialysepflichtiger Niereninsuffizienz ist die ischämische Nephropathie ursächlich.
es gibt unterschiedliche pathologische Formen der fibromuskulären Dysplasie: mediale Fibroplasie v. a. Frauen zwischen 25–50 Jahren, intimaler Befall v. a. bei Kindern, perimediale Fibroplasie bei Frauen von 15–25 Jahren.
betrifft v. a. den proximalen Anteil der Nierenarterie. Die Obstruktion entsteht durch exzentrische Plaques, welche das Lumen einengen. Diese können eine Dissektion oder Thrombose mit komplettem Gefäßverschluss auslösen.
Risikofaktoren: Hyperlipidämie, Hypertonie, Rauchen, männliches Geschlecht, Genetik (Familie), Diabetes mellitus, Hyperurikämie.
Kollagenablagerung in der Intima, bei Kindern und jungen Erwachsenen. Es besteht die Gefahr der Dissektion.
diffuse Hyperplasie der glatten Muskelzellen in der Media, bei Kindern und jungen Erwachsenen.
segmentale Kollagenablagerungen in der Media führen zu einer perlschnurartigen Verengung (Angiographie) bei Frauen im mittleren Alter. Keine Thrombose oder Dissektion.
Kollagenablagerungen unter der Adventitia mit ausgeprägter Stenosierung, vor allem bei jungen Frauen. Progressiv.
Aneurysma, Neurofibromatose, mittleres Aortensyndrom (eine Form der Takayasu-Arteriitis), extrinsische Obstruktion durch Tumoren, Bestrahlungsfolgen, Entzündung.
Die Nierenarterienstenose führt zu einer Aktivierung des Renin-Angiotensin-Aldosteron-System (RAAS), neben einer Ischämie der Niere entsteht ein arterieller Hypertonus.
Arterielle Hypertonie, wobei folgende klinische Faktoren für eine renovaskuläre Hypertonie sprechen:
Hypokaliämie (ohne Diuretika), Kreatininerhöhung, abdominelles Stenosegeräusch, starke Hypertonie mit hypertonen Krisen, generalisierte AVK, einseitige Nierenatrophie.
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Dr. med. Dirk Manski
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