Dr. med. Dirk Manski

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Nierenarterienstenose und renaler Hypertonus (1/3): Ursachen


Zusammenfassende Literatur: (Safian und Textor, 2001) (Textor und Wilcox, 2001).

Definition der Nierenarterienstenose

Die Nierenarterienstenose ist eine Stenose der A. renalis, welche zu arterieller renaler Hypertonie und ischämischer Nephropathie führt.

Epidemiologie der Nierenarterienstenose

20–40 % der Patienten mit Arteriosklerose (pAVK, Aortenaneurysma, KHK...) haben eine signifikante Nierenarterienstenose, das Erkrankungsalter liegt meist über 50 Jahre. Bei 14 % der Patienten über 60 Jahre mit dialysepflichtiger Niereninsuffizienz ist die ischämische Nephropathie aufgrund einer Nierenarterienstenose ursächlich. Die fibromuskuläre Dysplasie ist die Ursache für eine Nierenarterienstenose bei jüngeren Patienten und tritt gehäuft bei Frauen auf.

Ätiologie und Pathologie der Nierenarterienstenose

Arteriosklerose (90 %):

Die Arteriosklerose verursacht v. a. im proximalen Anteil der Nierenarterie eine Nierenarterienstenose. Die Obstruktion entsteht durch exzentrische Plaques, welche das Lumen einengen. Diese können eine Dissektion oder Thrombose mit komplettem Gefäßverschluss auslösen.

Risikofaktoren der Arteriosklerose: Hyperlipidämie, Hypertonie, Rauchen, männliches Geschlecht, Genetik (familiär gehäuft), Diabetes mellitus, Hyperurikämie.

Fibromuskuläre Dysplasie:

Es gibt unterschiedliche pathologische Formen der fibromuskulären Dysplasie: mediale und perimediale Fibroplasie v.\,a. bei Frauen zwischen 25--50 Jahren und intimaler Befall v.\,a. bei Kindern.

Sonstige Ursachen für eine Nierenarterienstenose:

Aneurysma, Neurofibromatose, mittleres Aortensyndrom (eine Form der Takayasu-Arteriitis), extrinsische Obstruktion durch Tumoren, Bestrahlungsfolgen, Entzündung.

Pathophysiologie der Nierenarterienstenose

Die Nierenarterienstenose führt zu einer Aktivierung des Renin-Angiotensin-Aldosteron-System (RAAS), neben einer Ischämie der Niere entsteht ein arterieller renaler Hypertonus.

Klinik der Nierenarterienstenose

Arterielle Hypertonie, wobei folgende klinische Faktoren für eine renale Hypertonie sprechen: Hypokaliämie (ohne Diuretika), Kreatininerhöhung, abdominelles Stenosegeräusch, starke Hypertonie mit hypertonen Krisen, generalisierte AVK, einseitige Nierenatrophie.








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Literatur Nierenarterienstenose

Safian und Textor 2001 SAFIAN, R. D. ; TEXTOR, S. C.:
Renal-artery stenosis.
In: N Engl J Med
344 (2001), Nr. 6, S. 431–42

Textor und Wilcox 2001 TEXTOR, S. C. ; WILCOX, C. S.:
Renal artery stenosis: a common, treatable cause of renal failure?
In: Annu Rev Med
52 (2001), S. 421–42







 

  English Version: Renal artery stenosis