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Zusammenfassende Literatur: (Sawh u.a., 2008).
Die Penisfraktur ist eine Ruptur der Corpora caverosa während der Erektion durch ein Biegetrauma (Penisbruch oder Schwellkörperbruch).
Sehr selten (1 von 175 000 Krankenhausaufnahmen).
Die Penisfraktur entsteht meist durch ein Biegetrauma während des Geschlechtsverkehrs, insbesondere beim Herausrutschen des Penis aus der Vagina. Weiterhin entstehen Penisfrakturen durch Masturbationspraktiken mit Verbiegung des Penisschaftes (kurdisch/persisch: taghaandan).
Biegetrauma des erigierten Penis, häufig wird ein knackendes Geräusch berichtet. Typisch ist die sofortige Detumeszens und Ausbildung eines massiven Penishämatoms [Abb. Untersuchungsbefund nach Penisfraktur]. Ein Defekt in der Tunica albuginea kann tastbar sein.
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Untersuchungsbefund nach Penisfraktur: Hämatom von Penisschaft und Skrotum nach Schwellkörperruptur vor 12 h. |
Das typische klinische Bild rechtfertigt die Freilegung der Schwellkörper ohne weitere Diagnostik.
Die Sonographie des Penis kann mehr oder weniger zuverlässig den Defekt der Tunica albuginea zeigen, ist aber nicht zuverlässig genug für eine Ausschlussdiagnose [Abb. Sonographie einer Penisfraktur].
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| Sonographie einer Penisfraktur (links quer und rechts im Verlauf des Penisschafts): in zwei Ebenen ist die Unterbrechung der Tunica albuginea und die Ausbildung eines Hämatoms zu erkennen. |
kann zuverlässig eine Penisfraktur in zweifelhaften Fällen ausschließen, bei eindeutigem klinischen Bild aber nicht notwendig.
kann zuverlässig die Lokalisation der Penisfraktur demonstrieren.
Akute subkutane Blutung durch einen Veneneinriss.
wird häufig empfohlen.
Die häufig propagierte Notfalloperation ist wahrscheinlich nicht notwendig, da elektiv operierte Patienten ebenfalls gute Ergebnisse erwarten können (el-Assmy u.a., 2011). Zirkumzidierender Zugang zum Penisschaft bei unsicherer Frakturlokalisation oder direkter seitlicher Zugang zum Penisschaft bei sicherer präoperativer Lokalisation der Rupturstelle. Naht der Penisruptur mit kräftigen monofilen resorbierbaren Fäden, z.B. PDS 2-0. Ggf. Versorgung einer Harnröhrenverletzung und je nach Ausmaß Belassung eines Dauerkatheters für 3–7 Tage. Zirkulärer Verband zur Verhinderung weiterer Schwellung. Bicalutamid 50 mg 1–0–0 für 2 Wochen (oder Benzodiazepine) gegen schmerzhafte Erektionen und zur Schonung der Schwellkörpernaht. Sexuelle Abstinenz für 4 Wochen.
körperliche Schonung, Antiandrogene (oder Sedativa) gegen Erektionen, Kühlung und komprimierende Verbände. Die konservative Therapie führt zur mehr Komplikationen als die operative Therapie: Penisdeviation, penile Schmerzen, seltener pulsierende oder expandierende Hämatome, persistierenden Schwellungen oder Schwellkörperdivertikel.
Penisdeviation, erektile Dysfunktion, Harnröhrenverletzung, Harnröhrenstriktur.
| Penisverletzung | Inhalt | Harnröhrenverletzung |
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Dr. med. Dirk Manski
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