Dr. med. Dirk Manski

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Leitsymptom: Gynäkomastie (Brustvergrößerung)

Die Gynäkomastie ist die gutartige drüsige Vergrößerung der männlichen Brust. Davon abzugrenzen sind Brustvergrößerungen durch Tumoren oder Fetteinlagerung.

Differentialdiagnose der Gynäkomastie

Physiologische Gynäkomastieformen:

Neugeborenengynäkomastie (meist immer reversibel) und Gynäkomastie in der Pubertät (teilweise reversibel).

Östrogene oder Androgene erhöht:

Pubertätsgynäkomastie, Adipositas, Hodentumoren (Leydigzell-Tumor, Chorionkarzinom), Leberzirrhose, Hyperthyreose, Androgenmissbrauch.

Hypergonadotroper Hypogonadismus:

Hypogonadismus bei Klinefelter-Syndrom, antiandrogene Therapie, Androgeninsensitivitätssyndrom, beidseitige Hodenerkrankung/Verlust (Mumps-Orchitis, ...).

Hyperprolaktinämie:

zur Ursachen der Hyperprolaktinämie zählen beim Mann v. a. Hypophysenadenome oder Medikamente.

Gynäkomastie durch Medikamente:

Bicalutamid, Flutamid, Cyproteronacetat, Spironolacton, Metoclopramid, Cimetidin, Digitalis, Psychopharmaka, Cannabis.

Unklare Ursachen der Gynäkomastie:

in 50 % kann die Ursache der Gynäkomastie nicht zuverläßig identifiziert werden.

Risikofaktoren für eine Gynäkomastie:

mit folgenden chronischen Erkrankungen ist die Gynäkomastie assoziiert: Leberzirrhose, Diabetes mellitus, Tbc, Herzinsuffizienz, Niereninsuffizienz.

Nichtdrüsige Brustvergrößerung:

Adipositas. Tumoren sind selten und eher einseitig: Mammakarzinom, Fibroadenom, Neurofibrom.

Diagnostischer Gang bei Gynäkomastie

Anamnese und Untersuchung:

bekannte Risikofaktoren für eine Gynäkomastie? Medikamente? Hodengröße? Körpergewicht und -länge? Asymmetrische oder bilaterale Gynäkomastie?

Labor:

Testosteron, LH, FSH, TSH, Prolaktin.

Bildgebung:

Sonographie der Brustdrüse, Mammographie bei V.a. Tumoren.








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  English Version: Gynecomastia