Dr. med. Dirk Manski

 Sie sind hier: Startseite > Leitsymptome > Genitalulkus

Genitalulkus: Ursachen und Diagnostik des Genitalgeschwürs

Ein Genitalulkus ist ein Substanzdefekt der Perigenitalregion, welcher durch Infektionen, Ischämie, Tumoren oder durch immunologische Vorgänge entstanden ist (im Gegensatz zur Wunde mit traumatischer Ätiologie).

Differentialdiagnose des Genitalgeschwürs

Syphilis:

aus einer Papel entsteht ein singuläres Ulkus, oberflächlich bis tief, 5–15 mm, rund bis oval, scharf demarkiert, fest induriert, nicht schmerzhaft.

Herpes genitalis:

von herpetiformen Bläschen ausgehende multiple Ulzera, flach, 2 mm, teils konfluierend, Randzone mit Erythem, keine Induration, schmerzhaft.



Ulcus molle:

von Papel oder Pustel ausgehende multiple tiefe eitrige Ulzera, 2–20 mm, weich, sehr schmerzhaft, eitrige Lymphadenopathie [Abb. Ulcus molle].

Ulcus molle Genitalulkus STD Geschlechtskrankheit
Ulcus molle: schmerzhaftes Genitalulkus mit schmerzhafter eitriger Lymphadenopathie. Abbildung von J. Pledger, Public Health Image Library, Center for Disease Control and Prevention, USA, www.cdc.gov.

Lymphogranuloma venereum:

von Papel oder Pustel ausgehendes singuläres Ulkus, 2–10 mm, oberflächlich bis tief, schmerzhafte, teils eitrige Lymphadenopathie.

Granuloma inguinale:

aus Papel entstehende variable feste Ulzera mit erhobenem Ulkusrand.

Tuberkulose:

Als singuläre Genitalmanifestation eine Rarität.

Peniskarzinom:

schmerzlos, langsam progredient.






 Sachregistersuche: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z



Literatur

Center for Disease Control and Prevention.:
Sexually transmitted diseases treatment guidelines 2006.
in: MMWR
2006; 55 (No. RR-11): 1–93.








  English Version: Genital ulcer (differential diagnosis)