Dr. med. Dirk Manski

 Sie sind hier: Startseite > Medikamente > Antibiotika > Meropenem

Diese Webseite durchsuchen:

Meropenem: Reserve-Antibiotikum für Harnwegsinfektionen

Wirkspektrum von Meropenem

Meropenem ist ein Reserveantibiotikum aus der Gruppe der β-Lactam-Antibiotika (Carbapeneme) mit einem breitem Spektrum im grampositven wie im gramnegativen Bereich. Im Vergleich zu Imipenem besteht ein breiteres Wirkspektrum im gramnegativen Bereich, dafür etwas schwächer im grampositiven Bereich.

Urologische Indikationen

Das Reserveantibiotikum Meropenem findet Anwendung bei schweren Harnwegsinfektionen und nach Versagen von anderen Breitspektrum-Antibiotika oder bei multiresistenten Keimen in der Urinkultur wie ESBL.

Pharmakokinetik von Meropenem

Meropenem wird nur parenteral angewendet. Halbwertszeit 1 h, hauptsächliche renale Elimination in Abhängigkeit der Clearance.

Nebenwirkungen von Meropenem

Meronem gilt als besser verträglich als Imipenem.

Kontraindikationen von Meropenem

Allergie gegen Carbapeneme oder Cephalosporine, in der Schwangerschaft nur mit Vorsicht anwenden.

Wechselwirkungen

Keine gleichzeitige Gabe von Meropenem mit Valproinsäure, Erhöhung der INR unter oraler Antikoagulation möglich.

Dosierung von Meropenem

500–1000 mg Meropenem 1-1-1 (alle 8 h) für Erwachsene je nach Schwere der Infektion. Eine Dosisreduktion oder Intervallverlängerung ist ab einer Niereninsuffizienz unter 50 ml/min notwendig. Kinder erhalten 10–20 mg/kgKG alle 8 h.

Präparatenamen

Zienam, Meropenem/Cilastatin-Generika.







 Sachregistersuche: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z


Literatur Meropenem

Simon und Stille 1997 SIMON, C. ; STILLE, W.:
Antibiotika-Therapie in Klinik und Praxis.
9. Auflage.
Stuttgart New York : Schattauer, 1997