Dr. med. Dirk Manski

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Skrotale Orchiektomie

Indikationen der skrotalen Orchiektomie

Kontraindikationen der skrotalen Orchiektomie

Manifeste Gerinnungsstörungen. Keine skrotale Hodenfreilegung bei V. a. Hodentumor.

Technik der skrotalen Orchiektomie

Präoperative Vorbereitung:

Rückenlage, Spinal- oder Vollnarkose, Perioperative Antibiotikaprophylaxe bei Risikofaktoren für eine Wundinfektion.

Skrotaler Zugang:

Hautschnitt entlang der Raphe scroti, die Hodenhüllen werden schichtweise durchtrennt, beide Hoden können über den gleichen Hautschnitt erreicht werden. Alternativ ist ein transversaler Hautschnitt zwischen den Gefäßen des Skrotums möglich.

Subkapsuläre Orchiektomie:

Die Orchiektomie nach Riba ist zur antiandrogenen Therapie bei fortgeschrittenem Prostatakarzinom indiziert. Die Technik vermeidet das Gefühl eines leeren Skrotums nach Orchiektomie. Inzision der Tunica albuginea vom Oberpol bis zum Unterpol. Das herausquellende Hodengewebe wird mit dem Präparationstupfer von der Tunica albuginea gelöst, bis das Parenchym nur noch am Hilus befestigt ist. Anlage einer Klemme und Durchstechungsligatur nach Abtrennen des Hodenparenchyms über der Klemme. Sorgfältige Blutstillung. Fortlaufender Verschluss der Tunica albuginea, Hodenhüllenverschluss, Subkutannaht, Hautnaht.

Komplette Orchiektomie:

Die komplette Orchiektomie ist bei Infektionen oder Hodennekrose indiziert. Nach dem Hautschnitt wird der Hoden samt Hüllen mobilisiert. Durch Zug an dem Hoden kann der Samenstrang bis an den äußeren Leistenring freigelegt werden. Der Samenleiter und Hodengefäße werden getrennt zwischen Ligaturen abgesetzt. Subkutannaht. Hautnaht.

Komplikationen der Orchiektomie

Blutung, Nachblutung, Infektion, Wundheilungsstörung, Hypogonadismus (in Abhängigkeit der kontralateralen Hodenfunktion).







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Skrotale Orchiektomie

 



  English Version: Scrotal orchiectomy