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Zusammenfassende Literatur: (Treutner et al., 2003) (Fernandez and Jost, 2003).
Unterschieden wird die prophylaktische von der therapeutischen Wunddrainage. Die prophylaktische Drainage wird gelegt, um einen potentiellen Wundverhalt oder eine potentielle Blutung zu drainieren. Der generelle Einsatz ist bei zahlreichen elektiven Operationen inzwischen umstritten. Die therapeutische Drainage findet ihre Anwendung bei nachgewiesenem Sekretverhalt zur Entlastung.
Bei offenen Drainagesystemen wird das Wundsekret direkt in den Wundverband geleitet. Halboffene Systeme drainieren in Auffangbeutel, welche an der Austrittsstelle der Drainage direkt auf der Haut kleben. Geschlossene Drainagen führen das Wundsekret in einen Beutel oder Flasche und sind hygienisch am unbedenklichsten.
Schwerkraftdrainagen sind flexible Schläuche, welche die Wundhöhle mit Hilfe der Schwerkraft des Sekretes im Schlauch und durch den Überdruck in der Wundhöhle (z.B. Husten) drainieren. Sogdrainagen arbeiten mit Hilfe eines Unterdrucks, welcher in der Sekretflasche besteht oder mit Hilfe einer Pumpe aufgebaut wird. Kapillardrainagen benutzen die Oberflächenspannung des Sekretes, um die Wunde zu drainieren und werden meist als offene Systeme angewendet.
Drainagen aus Silikon sind weich, flexibel und am meisten biokompatibel. Stabilere Drainagen verwenden Polyurethan oder PVC.
Insbesondere bei prophylaktischen Wunddrainagen muss der potentielle Nutzen gegen den möglichen Schaden abgewogen werden. Bei vielen elektiven Operationen ist der Verzicht auf eine Drainage möglich, notwendig sind postoperative Sonographiekontrollen und Einlage einer Drainage bei Nachweis einer klinisch signifikanten Flüssigkeitsansammlung.
Über den Drainagekanal aufsteigende Bakterien können Wundinfektionen und infektiöse Komplikationen des OP-Situs auslösen (Locker et al., 1983) (Monson et al., 1991) (Gurusamy and Samraj, 2007).
Bei intraabdominellen Drainagen sollten flexible Schwerkraftdrainagen so kurz als möglich verwendet werden, um eine Darm- oder Gefäßarrosion zu vermeiden (Nomura et al., 1998). Gefahr der Bauchdeckenblutung durch eine Gefäßverletzung entlang des Drainagekanals.
Die Verstopfung der Wunddrainage ist eine mögliche und häufige Ursache für die Entstehung einer Flüssigkeitsansammlung oder Hämatom trotz liegender Drainage. Verstopfte Drainagen können zu einer Fehleinschätzung von Komplikationen aufgrund fehlendem Drainagefluss führen.
Drainagedislokation in die Bauchhöhle.
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Dr. med. Dirk Manski
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