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Relative Kontraindikation ist eine floride Harnwegsinfektion.
Das starre Zystoskop besteht aus Zystoskopschaft, Optik und einem variablen Arbeitseinsatz, welcher das Einführen von Zangen, Drähten oder Ureterstents ermöglicht [Abb. starres Zystoskop]. Zum blinden Einführen des Zystoskops kann die Optik und Arbeitseinsatz gegen einen Obturator ausgetauscht werden. Es sind Optiken mit unterschiedlichen Blickwinkeln verfügbar: 0° für die Spiegelung der Harnröhre, 30° oder 70° für die Spiegelung der Harnblase.
Die Schaftdicke des flexiblen Zystoskops beträgt 16–20 CH, der Transport von Licht und Bildinformation findet mit Hilfe flexibler Glasfasern statt. Das distale Ende des Zystoskops ist aktiv steuerbar [Abb. flexibles Zystoskop]. Die Lichtleistung und die Qualität der optischen Abbildung ist geringer als bei der starren Zystoskopie, die mechanische Empfindlichkeit des Gerätes ist zu beachten. Die Arbeitskanal (bis 8 CH) ermöglicht das Einführen von Zangen oder Ureterstents.
Steinschnittlagerung für die starre Zystoskopie, Rückenlagerung oder Steinschittlagerung für die flexible Zystoskopie. Die Lokalanästhesie der Harnröhre mit anästhesierendem Gleitgel ist i.d.R. ausreichend, bei Kindern und ängstlichen Patienten ist eine Narkose notwendig. Eine Antibiotikaprophylaxe ist bei sterilem Urin nicht notwendig.
Bei Frauen wird das Zystoskop mit dem Obturator ohne Sicht in die Harnblase eingeführt. Beim Mann wird mit vollem Spülstrom und 0° Optik unter Sicht das Zystoskop in die Harnblase vorgeschoben und gleichzeitig die Harnröhre und Prostata untersucht. In der Harnblase wird auf eine 30° oder 70° Optik gewechselt und systematisch das Trigonum, die Ostien, Hinterwand, Seitenwände und Vorderwand der Harnblase untersucht. Eine Überdehnung der Harnblase ist zu vermeiden.
Die flexible Zystoskopie ist nur bei Männern sinnvoll. Eine Assistenz oder vierter und fünfter Finger der linken Hand strecken den Penis, die restlichen Finger der linken Hand bewegen den Geräteschaft vorwärts oder rückwärts. Die rechte Hand führt das Zystoskop mit einem Faustgriff am Handstück, der Daumen der rechten Hand steuert die Flexion der distalen Gerätespitze [Abb. flexibles Zystoskop]. Mit laufendem Spülstrom wird zunächst die Harnröhre und Prostata gespiegelt, anschließend wird nach einem festen Schema das Trigonum, die Ostien, Hinterwand, Seitenwände und Vorderwand der Harnblase untersucht. Eine Überdehnung der Harnblase ist zu vermeiden.
Harnröhre ohne Enge. Schleimhaut ohne exophytische Raumforderungen [Abb. Normalbefunde A–B].
Harnröhre ohne Enge. Schleimhaut ohne exophytische Raumforderungen. Kontraktion des Sphinkters bei Unterbrechung des Spülstroms (intaktes Sphinkterspiel) [Abb. Normalbefunde C–F].
Prostata nicht vergrößert, Harnblasenauslass ohne Obstruktion. Schleimhaut ohne exophytische Raumforderungen [Abb. Normalbefunde G–I].
Ostien der Harnleiter orthotop und schlitzförmig. Harnblasenschleimhaut ohne Zeichen der Entzündung, mit normaler Gefäßzeichnung und ohne exophytische Raumforderungen [Abb. Normalbefunde M–R].
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Pathologische Befunde der Zystoskopie, siehe Abb. pathologische Befunde 1 und Abb. pathologische Befunde 2.
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Infektionen oder Traumatisierung der Harnröhre, narbige Abheilung mit Ausbildung der Harnröhrenstriktur (selten).
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Dr. med. Dirk Manski
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