Zusammenfassende Literatur Malakoplakie: (Dasgupta u.a., 1999) (Dalla-Palma und Pozzi-Mucelli, 2000).
Chronische Entzündung der Harnwege, aber auch des Gastrointestinaltraktes und anderer Organsysteme, mit Bildung weisslich-grauer plaqueartiger Auflagerungen.
Im urologischen Krankheitsgut ist die Malakoplakie der Harnblase bei Frauen die häufigste Manifestation, Verhältnis Frauen:Männer = 4:1.
Chronische koliforme Infektion der Harnwege in 90 %, in 40 % ist eine Immunschwäche, maligne Erkrankung oder andere schwächende Systemerkrankung nachweisbar.
Wahrscheinlich führt ein Defekt der intraphagosomalen Bakterienzersetzung zu einer Bildung der Michaelis-Gutmann-Körperchen (siehe Pathologie) und damit zu den Läsionen.
die Läsion ist eine weisslich-graue, plaqueartige Vorwölbung der Mukosa mit evtl. hämorrhagischem Randsaum. Im weiteren Verlauf wird die Läsion durch narbige Prozesse fest.
Am häufigsten wird die Harnblase bei Frauen befallen, es können aber alle Harnwegsorgane befallen werden.
große Histiozyten (Hansemann-Zellen), und kleine basophile, intrazytoplasmatische Einschlusskörperchen (Michaelis-Gutmann Körperchen) aus Extrazellulärmatrix, welche pathognomonisch sind.
Urinkultur, Blutkultur. Die radiologische Diagnostik richtet sich nach dem befallenen Organ und zeigt Raumforderungen oder Füllungsdefekte (Sonographie, Urogramm, CT-Abdomen). Zystoskopie, eine Biopsie der Läsionen ist i. d. R. notwendig.
mit Cotrimoxazol, Rifampicin, Sulfonamiden oder Doxycyclin.
Resektion, Harnleiterschienung, Nephrektomie, je nach Beschwerden und Organfunktion.
Bei bilateralem Nierenbefall oder bei Befall der Transplantatniere ist die Sterblichkeit innerhalb von 6 Monaten hoch.
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Dr. med. Dirk Manski
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