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Zusammenfassende Literatur Peniskarzinom: (Culkin und Beer, 2003) (Doehn u.a., 2001) (Kroon u.a., 2005) (Pizzocaro u.a., 1997) (EAU-Leitlinien: Solsona u.a., 2004).
In Frühstadien imponiert das Peniskarzinom als flächige, erhabene Rötung, später entwickelt sich ein exophytisch wachsender Tumor, seltener eine Ulzeration. Die bevorzugte Lokalisation ist die Glans penis und das distale Präputium [Abb. 2.20].
Im weiteren Verlauf entwickelt sich ein lokal progredientes Tumorwachstum mit Infiltration der Schwellkörper und der Harnröhre (Harnverhalt). In der Leiste sind dann häufig Lymphknotenmetastasen als derbe, nicht schmerzhafte Lymphknotenschwellung tastbar, welche selten Arrosionsblutungen der großen Gefäße verursachen können. Metastasen sind selten und treten fast nur mit Lymphknotenmetastasen auf (Lunge, Leber, Knochen, ZNS).
Die körperliche Untersuchung ist gegenüber der Sonographie und dem MRT hinsichtlich der Prognose des lokalen Tumorstadium bei kleinen Penistumoren überlegen. Andere Studien finden Vorteile für die Sonographie. Bei fortgeschrittenen Tumoren und Unklarheiten hinsichtlich der Corpus cavernosum-Infiltration ist das MRT der Sonographie knapp überlegen, die Studienlage ist jedoch dürftig.
die Palpation der inguinalen Lymphknoten kann zuverlässig eine Lymphadenopathie identifizieren. 50 % der Patienten mit palpablen Lymphknoten haben Metastasen, ebenso häufig sind benigne Ursachen der Lymphknotenvergrößerung [siehe Differentialdiagnose vergrößerte Leistenlymphknoten]. Die Sonographie der Leistenlymphknoten kann manchmal in der Differenzierung hilfreich sein [Abb. Sonographie Leistenlymphknoten].
Vorteile für CT oder MRT liegen in der zusätzlichen Erfassung von iliakalen Lymphknotenvergrößerungen und in der Diagnose von Fernmetastasen. Die Bildgebung der inguinalen Region ist bei Voroperationen und bei Adipositas indiziert. Alle bildgebenden Verfahren haben den Nachteil, Lymphknotenmetastasen ohne Lymphknotenvergrößerung nicht zu erfassen. Die Lymphangiographie hat nur noch historischen Wert in der Staging-Diagnostik.
Rö-Thorax, CT-Abdomen, Knochenszintigraphie und Sonographie der Leber identifizieren Fernmetastasen und sind vor allem bei nachgewiesenen Lymphknotenmetastasen indiziert.
Weicher und harter Schanker, Herpes genitalis, Lymphadenopathia venereum, Granuloma inguinale, Tuberkulose, Lues.
Buschke-Löwenstein Tumor, Erythroplasie (Queyrat), Morbus Bowen, Leukoplakie.
Basalzellkarzinome, Sarkome, Adenokarzinome, Lymphome oder maligne Melanome, insgesamt selten.
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Dr. med. Dirk Manski
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