Zusammenfassende Literatur Ureterozele: (Shokeir und Nijman, 2002).
Zystische Dilatation des distalen, intravesikalen Ureters. In 80 % drainiert die Ureterozele den oberen Anteil eines Doppelsystems. Der Defekt der Harnblasenwand durch die Ureterozele kann einen vesikoureteralen Reflux in den unteren Anteil des Doppelsystem bedingen. Folgende Einteilungen existieren:
unterscheidet die intravesikale von der ektopen Ureterozele.
alle Anteile liegen in der Harnblase.
Anteile der Ureterozele ziehen zum Harnblasenhals und Sphinkter internus.
enges Ostium innerhalb der Harnblase.
Ostium liegt distal des Harnblasenhalses.
enges Ostium distal des Harnblasenhalses.
intravesikales Ostium, ein submuköser Tunnel der Ureterozele zieht bis in die Urethra und wirkt obstruktiv.
Häufiger beim weiblichen Geschlecht (4:1).
Verschiedene Theorien existieren, keine Theorie kann alle Formen der Ureterozelen erklären:
die Chwalla’sche Membran trennt den Sinus urogenitalis von der Ureterknospe. Aufgrund des stenotischen Ostiums bei Ureterozelen wird eine verzögerte und unvollständige Auflösung der Chwalla’schen Membran postuliert, welche auch zur zystischen Dilatation des intravesikalen Ureters führt. Andere Theorien postulieren einen Defekt in der Ureterwand.
Die Theorie bringt die Ureterozele mit der Ureterektopie in Einklang, je lateraler die Ureterknospe, desto später und gestörter die Fusion in den Sinus urogenitalis.
In 80 % drainiert die Ureterozele den oberen Anteil eines Doppelsystems. Der Defekt der Harnblasenwand durch die Ureterozele bedingt den Reflux in den unteren Anteil des Doppelsystems.
ausgehend von einer Ostiumstenose (Entzündung, Harnleiterstein, Trauma) entsteht eine zystische Dilatation des distalen intramuralen Ureters.
Harnwegsinfekt, Urosepsis, Nephrolithiasis, abdomineller Tumor bei Kindern, Prolaps aus Urethra, Harnverhalt, Hämaturie, Inkontinenz, Gedeihstörung bei Kindern.
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Dr. med. Dirk Manski
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