Dr. med. Dirk Manski

 Sie sind hier: Startseite > Buchrezensionen > Schulz-Lampel, Goepel, Haferkamp: Urodynamik

Diese Webseite durchsuchen:

Schulz-Lampel, Goepel, Haferkamp: Urodynamik (Buchrezension)

Zielgruppe der folgenden Buchrezensionen sind Ärztinnen, Ärzte, Urologinnen und Urologen, welche im Text zur Vereinfachung als Ärzte oder Urologen bezeichnet werden. Verkaufspreise und Buchdetails werden ohne Gewähr angegeben.


Die Urodynamik, herausgegeben von D. Schulze-Lampel, M. Goepel und A. Haferkamp, widmet sich den Grundlagen, technischen Details und Interpretation der urodynamischen Diagnostik des Harntrakts. Der erste Abschnitt "Grundlagen" behandelt neben der Geschichte der Urodynamik die Anatomie, Physiologie, Pharmakologie und Funktionsstörungen des Harntrakts. Im zweiten Abschnitt "Urodynamische Untersuchungen" werden im Detail und schrittweise alle Aspekte der Diagnostik des Harntrakts abgehandelt: technische Grundlagen, Anamnese und Untersuchung, Uroflowmetrie, Zystometrie, Urethradruckprofil, Leak point pressure, Druckflussmessung, Video- und Langzeiturodynamik, Indikation und Bildgebung. Der dritte Abschnitt "Spezielle Urodynamik" präzisiert die Durchführung der Urodynamik bei speziellen Fragestellungen wie Inkontinenz nach Prostatektomie, neurogene Blasenfunktionsstörungen und bei Harnblasenersatz. Separate Kapitel widmen sich der Durchführung der Diagnostik bei Frauen, Männern, Kindern, alten Menschen und im Rahmen der Begutachtung.

Die Herausgeber dieses Buchs repräsentieren den Vorstand des DGU-Arbeitskreises "Urologische Funktionsdiagnostik und Urologie der Frau", die Erstautoren spiegeln die aktuelle Zusammensetzung des Arbeitskreises wieder. Alle Kapitel erscheinen homogen in der Darstellung, sind leitliniengerecht und der Inhalt zeigt eine gute Balance zwischen Theorie und praktischer Anwendung. Alle Untersuchungstechniken werden Schritt für Schritt erklärt, auch komplexe Methoden können zuverlässig reproduziert werden. Die Vor- und Nachteile von urodynamischen Messmethoden mit umstrittener Bedeutung, wie beispielsweise die Messung des Urethradruckprofils, werden klar formuliert. Die Urodynamik ist gut gegliedert und das Layout sorgt sowohl beim Lesen wie auch beim gezielten Nachschlagen für einen schnellen Überblick. Zahlreiche Abbildungen demonstrieren Normal- und Krankheitsbefunde. Tabellen und Diagramme liefern altersabhängige und geschlechtsabhängige Normalwerte oder helfen bei der Untersuchung im Form von Beispielprotokollen oder Flussdiagrammen. Die Urodynamik ist das konkurrenzlose Standardwerk in deutscher Sprache für die funktionelle Diagnostik des Harntrakts und jedem Urologen in Klinik und Praxis zu empfehlen.

Weitere Buchrezensionen




 Sachregistersuche: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z