Zusammenfassende Literatur Peniskarzinom: (Culkin und Beer, 2003) (Doehn u.a., 2001) (Kroon u.a., 2005) (Pizzocaro u.a., 1997) (EAU-Leitlinien: Solsona u.a., 2004).
Das Vorkommen des Peniskarzinoms ist in den Ländern der westlichen Welt gering. In Deutschland erkranken jährlich 0,8 von 100 000 Männern neu an einem Peniskarzinom. Der Altersgipfel der Erkrankung liegt über 60 Jahre.
In Asien (z. B. China, Vietnam), Afrika (z. B. Uganda), aber auch im amerikanischen Raum (z. B. Mexiko, Puerto Rico) ist das Peniskarzinom mit 10 % aller männlichen Malignome bedeutend häufiger.
die im frühen Kindesalter durchgeführte Zirkumzision stellt eine wesentliche Präventivmaßnahme gegen die Entwicklung eines Peniskarzinoms dar. Das relative Risiko ist für unbeschnittene Männer mindestens verdreifacht, die Prävalenz der Phimose bei einem Peniskarzinom beträgt 25–75 %. Nur 3 % der Männer mit einem invasiven Peniskarzinom hatten eine Zirkumzision nach Geburt. Durch die Zirkumzision wird vor allem das Risiko des invasiven Peniskarzinoms gesenkt, die Häufigkeit eines Carcinoma in situ (CIS) bleibt gleich.
Die Zirkumzision mit der Pubertät (bei Muslimen) reduziert die Inzidenz nur wenig, im Erwachsenenalter zeigt die Zirkumzision keine präventive Wirkung mehr.
trotz fehlender Zunahme der Zirkumzisionsrate sinkt die Inzidenz des Peniskarzinom in den letzten 50 Jahren um die Hälfte. Dies wird mit der Zunahme an Hygiene erklärt, da alle weiteren Risikofaktoren anstiegen.
Humane Papillomaviren spielen in der Entstehung des Peniskarzinoms eine vergleichbar wichtige Rolle wie beim Zervixkarzinom der Frau. In 30–50 % der Peniskarzinomen sind HPV-Viren nachweisbar, bei warzenförmigen Tumoren und CIS ist die Zahl noch größer.
Ausführliche Darstellung der Epidemiologie und molekularen Mechanismen auf Kapitel Condylomata acuminata.
ungefähr dreifaches relatives Risiko durch Rauchen (dosisabhängig).
ist ein Risikofaktor für ein Plattenepithelkarzinom, wahrscheinlich aufgrund gemeinsamer o.g. Risikofaktoren.
in den meisten Fällen manifestiert sich das Peniskarzinom an der Eichel, am Sulcus coronarius oder am Präputium.
Das Wachstumsmuster ist entweder exophytisch oder seltener ulzerös.
Lymphknotenmetastasen sind am häufigsten, die Wahrscheinlichkeit beträgt bei Erstmanifestion um 30 % und ist abhängig vom Tumorstadium. Seltener (3 %) und fast immer in Begleitung von Lymphknotenmetastasen entstehen Absiedlungen in Lunge, Leber, Knochen oder ZNS.
basaloid, condylomatös, verrucös, sarkomatoid differenziertes Plattenepithelkarzinom, Adenokarzinom.
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Dr. med. Dirk Manski
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