Alpha-Blocker (1/5)
Zusammenfassende Literatur: (Chapple, 2004).
Allgemeiner Wirkmechanismus der Alpha-Blocker
Postsynaptische Alpha
1-Blockade führt zu:
- arterielle und venöse Vasodilatation, Blutdruckabfall
- Erschlaffung der glatten Muskulatur in der Prostata, am Harnblasenhals und in der Urethra. Verbesserung der dynamischen Komponente der subvesikalen Obstruktion bei BPH.
- positive Beeinflussung des Fettstoffwechsels durch Senkung von Cholesterin und Triglyceriden
- Folgende Untertypen von Alpha1-Rezeptoren sind bekannt: a, b, d, l. Typ Alpha1a erscheint in der Prostata am wichtigsten für die Inhibition der
subvesikalen Obstruktion.
Allgemeine Nebenwirkungen der Alpha-Blocker
- Hypotension, orthostatischer Kollaps, reflektorische Tachykardie
- verstopfte Nase
- retrograde Ejakulation
- Tachyphylaxie in der Therapie der Hypertension durch Volumenretention, periphere Ödeme.
- Schwindel, Kraftlosigkeit
- insgesamt Nebenwirkungsrate zwischen 10–30 %
Allgemeine Kontraindikationen der Alpha-Blocker
Urologische Kontraindikationen:
keine konservative Therapie der
BPH bei Notwendigkeit der Operation: Überlaufinkontinenz aufgrund
BPH, postrenales
Nierenversagen aufgrund
BPH,
Makrohämaturie aufgrund
BPH,
Harnblasensteine.
Kardiale Kontraindikationen:
Hypotonie, mechanische Herzinsuffizienz (Klappenvitien, Lungenembolie, Perikarditis), dekompensierte Herzinsuffizienz.
Weitere Information: Alpha-Blocker können manchmal mit Erfolg die Enuresis, die kindliche nächtliche Harninkontinenz, bessern. Typ Alpha1a Alpha-Blocker können bei Kindern nur Off-Label verordnet werden, Voraussetzung ist der Nachweis einer Harnblasenhalsobstruktion.
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Literatur Alpha-Blocker
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Chapple 2004 CHAPPLE, C. R.:
- Pharmacological therapy of benign prostatic hyperplasia/lower urinary
tract symptoms: an overview for the practising clinician.
In: BJU Int
94 (2004), Nr. 5, S. 738–44