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Symptome der gutartigen Prostatahyperplasie, Schweregrad mit IPSS
- Benigne Prostatahyperplasie BPH 1/5): Definition und Epidemiologie
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Symptome der BPH
Speicherbeschwerden:
Veraltet: irritative Symptome. Veraltet: irritative Symptome. Treten während der Speicherphase auf und umfassen Nykturie, Pollakisurie, imperativen Harndrang sowie Drang-, Belastungs- oder Überlaufinkontinenz.
Ursachen der Speicherbeschwerden:
Restharnbildung lässt die Blase schneller wieder voll werden und erhöht das Risiko für Harnwegsinfektionen. Es besteht eine erhöhte Erregbarkeit durch die Detrusorhypertrophie. Die kortikale Hemmung der Blasenafferenzen und der Sphinktertonus sind nachts geringer ausgeprägt.
Miktionsbeschwerden:
Veraltet: obstruktive Symptome. Treten während der Entleerungsphase auf und umfassen schwachen oder geteilten Harnstrahl, verzögerten Miktionsbeginn, Pressen bei der Miktion, Dysurie, unterbrochenen Harnstrahl und Harnverhalt.
Ursachen der Miktionsbeschwerden:
Statische und dynamische Obstruktion der prostatischen Harnröhre durch BPH und erhöhten glattmuskulären Tonus.
Post-Miktionsbeschwerden:
Treten nach der Miktion auf und beinhalten Restharngefühl und Nachträufeln.
Harninkontinenz:
Die Ursache für eine Harninkontinenz ist entweder eine chronische Harnretention mit (Überlauf)"=Inkontinenz oder eine Dranginkontinenz. Die operative Therapie des BPS kann eine vorübergehende oder selten persistierende Belastungsinkontinenz verursachen.
Sexualfunktion:
Ausgeprägte LUTS beeinträchtigen das Sexualleben, dies kann durch eine effektive Therapie verbessert werden. 5α-Reduktasehemmer können Libidoverlust und erektile Dysfunktion verursachen. Alphablocker und operative Therapie führen häufig zu einer retrograden Ejakulation; die erektile Funktion bleibt meist erhalten.
Komplikationen der gutartigen Prostatavergrößerung
Harnverhalt:
Risikofaktoren für einen Harnverhalt sind Prostatitis, Harnblasenüberdehnung, starke Flüssigkeitszufuhr, Alkohol, sexuelle Aktivität, Debilität, Medikamente (Sympathomimetika, Anticholinergika), Bettruhe, Operationen und Allgemeinanästhesie. Die Prognose nach einem "erwarteten" Harnverhalt bei vorliegenden Risikofaktoren (s. o.) ist besser als nach einem spontanen Harnverhalt bei vorbestehenden obstruktiven Miktionssymptomen ohne identifizierbaren Auslöser. Bei indolenten Patienten kann der Harnverhalt als Unterbauchtumor imponieren [Abb. Unterbauchtumor durch Harnverhalt].
Postrenales Nierenversagen durch die benigne Prostatahyperplasie (BPH):
Hydronephrose und postrenales Nierenversagen verlaufen häufig asymptomatisch. Bei einem fortgeschrittenen Nierenversagen sind Symptome der Urämie möglich.
Weitere Komplikationen durch die benigne Prostatahyperplasie (BPH):
- Harnblasendivertikel [Abb. Sonographie Harnblasendivertikel]
- Makrohämaturie
- Durch erhöhten intraabdominalen Druck entstehen Hernien, Hämorrhoiden oder selten Miktionssynkopen.
- Pyelonephritis, Sepsis
- Harnblasensteine
Schweregrad der gutartigen Prostatavergrößerung: IPSS
Für die Quantifizierung der Symptome des BPS und für die Objektivierung des Therapieerfolgs ist der International Prostate Symptome Score (IPSS) eingeführt worden. Der IPSS hat jedoch keinen spezifischen diagnostischen Wert, da andere Erkrankungen ebenfalls hohe IPSS-Werte verursachen können.
Auswertung des IPSS:
Summation der Punktzahl aus den u.g. Fragen (Gesamtpunktzahl 35 Punkte): 0 bis 7 Punkte milde Symptomatik, 8 bis 19 Punkte mittlere Symptomatik, 20 bis 35 Punkte schwere Symptomatik. Die 8. Frage evaluiert die Lebensqualität und wird separat zur Gesamtpunktzahl ermittelt.
Restharngefühl:
Im letzten Monat: wie oft hatten Sie das Gefühl, dass die Blase nach dem Wasserlassen nicht ganz leer war (0–5 Punkte): nie=0, selten=1 (unter 20 %), gelegentlich=2, häufig=3 (50 %), oft=4, immer=5 Punkte.
Pollakisurie:
Im letzten Monat: wie oft mussten Sie nach weniger als zwei Stunden schon wieder Wasserlassen (0–5 Punkte, Einteilung siehe Restharngefühl).
Unterbrochener Harnstrahl:
Im letzten Monat: wie oft ist es beim Wasserlassen passiert, dass der Harnstrahl mehrmals aufhört und wieder neu beginnt (0–5 Punkte, Einteilung siehe Restharngefühl).
Drangsymptomatik:
Im letzten Monat: wie oft hatten Sie starken Harndrang, sodass Sie das Wasserlassen nicht aufschieben konnten (0–5 Punkte, Einteilung siehe Restharngefühl).
Harnstrahlstärke:
Im letzten Monat: wie oft hatten Sie einen schwachen Harnstrahl (0–5 Punkte, Einteilung siehe Restharngefühl).
Pressen bei der Miktion:
Im letzten Monat: wie oft mussten Sie pressen, damit das Wasserlassen beginnt? (0–5 Punkte, Einteilung siehe Restharngefühl)
Nykturie:
Im letzten Monat: wie oft mussten Sie in der Nacht aufstehen, um Wasser zu lassen (0–5 Punkte entsprechend der Anzahl der Nykturie).
Lebensqualität:
Wie würden Sie sich fühlen, wenn sich Ihre Symptome beim Wasserlassen zukünftig nicht mehr ändern würden? [0–6 Punkte: ausgezeichnet (0), zufrieden (1), überwiegend zufrieden (2), gemischt (3), überwiegend unzufrieden (4), unglücklich (5), sehr schlecht (6)]
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English Version: Signs and symptoms of benign prostatic hyperplasia
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