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Zusammenfassende Literatur: (Debruyne u.a., 2006).
Abarelix ist in Deutschland seit 2008 zugelassen. Weitere Präparate sind in Entwicklung, Degarelix gilt als deutlich nebenwirkungsärmer und wurde 2009 zugelassen.
Gonadotropin-Releasing-Hormon-Antagonisten, sie bewirken die Senkung von LH, FSH und Testosteron.
Hormontherapie des fortgeschrittenen oder metastasierten Prostatakarzinoms, als Alternative zur operativen Kastration oder zur Therapie mit LHRH-Analoga.
Als Vorteil wird der sofortige, schnelle und zuverlässige Abfall der Serumtestosteronkonzentration auf unter 0,2 ng/ml gesehen. Ein kurzfristiger Testosteronanstieg, welcher bei der Gabe von LHRH-Analoga typisch ist, tritt nicht auf. Somit bieten sich LHRH-Antagonisten bei Patienten an, bei denen der Testosteronanstieg zur Verschlimmerung der Symptome führen könnte (z. B. symptomatische Knochenmetastasen mit Spinalkanalkompression).
Nachteilig sind die limitierten Daten zur Langzeitsicherheit, insbesondere hinsichtlich der allergischen Reaktion vom Sofort-Typ oder der kardialen Nebenwirkungen.
synthetisches Dekapeptid, welches als Depotpräparat intramuskulär verabreicht wird. Bei Abarelix erreichen 94 % der Patienten innerhalb von 4 Wochen das Kastrationsniveau von unter 0,5 ng/ml Testosteron (Trachtenberg u.a., 2002).
Depotpräparat, welches subkutan verabreicht wird. Mit Degarelix erreichen 99 % der Patienten innerhalb von 7 Tagen das Kastrationsniveau (Klotz u.a., 2008).
Die Nebenwirkungen des Androgenentzugs gleichen denen von LHRH-Agonisten und beinhaltet alle Risiken einer antiandrogenen Therapie: Osteoporose, Hitzewallungen, verminderte Libido, Verlust der erektilen Funktion, Störung der Gedächtnisfunktion, körperliche Schwäche, Müdigkeit, Depressionen, erhöhtes kardiovaskuläres Risiko, Transaminasenerhöhung, Gynäkomastie.
Vorhandene chirurgische Kastration. Kinder. Frauen. Allergische Reaktionen nach Injektion. QT-Zeit über 450 ms. Persistierende Transaminasenerhöhung (über zweifache der Norm). Leber- und Niereninsuffizienz.
intramuskuläre Injektion von 100 mg Abarelix an den Tagen 1, 15, 29 und danach alle 4 Wochen. Therapiekontrolle durch Testosteron-Bestimmung und PSA-Verlauf.
subkutane Injektion von 2×120 mg Degarelix am Tag 1 (zwei Injektionen), gefolgt von 80 mg alle 4 Wochen.
Plenaxis (= Abarelix). Firmagon (= Degarelix).
| LHRH-Agonisten | Inhalt | Abirateron |
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Dr. med. Dirk Manski
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