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Von Dirk Manski

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Oxybutynin: Wirkmechanismus, Nebenwirkungen, Kontraindikationen und Dosierung


Wirkmechanismus von Oxybutynin

Oxybutynin ist ein tertiäres Amin mit anticholinerger Wirkung an M1, M2- und M3-Muscarinrezeptoren. Oxybutyinin wirkt zusätzlich relaxierend auf die glatte Muskulatur über eine Hemmung von Kalziumkanälen. Die Hemmung der M3-Rezeptoren mit Oxybutynin reduziert die glattmuskuläre Detrusorkontraktion, erhöht die funktionelle Harnblasenkapazität und lindert Drangsymptome. Oxybutynin wird zur Behandlung von autonomen Detrusorkontraktionen, Dranginkontinenz und Urgesymptome eingesetzt [siehe Abschnitte neurogene Harnblasenfunktionsstörungen, Überaktive Harnblase] und Therapie der kindlichen Harninkontinenz.

Pharmakokinetik von Oxybutynin:

Schlechte Bioverfügbarkeit von nur 10% aufgrund eines hohen First-Pass-Metabolismus in der Leber (CYP3A4). Hohe Plasmaproteinbindung von 99%. Unretardiertes Oxybutynin hat eine Halbwertszeit von 2–3 Stunden, bei älteren Patienten bis 5 h. Renale Ausscheidung der Metaboliten.

Nebenwirkungen von Oxybutynin

Muskarinerge Rezeptoren sind an zahlreichen Organen vorhanden, M3-Rezeptoren kommen hauptsächlich in glatter Muskulatur und in Drüsen vor. Die fehlende Organspezifität von Oxybutynin führt zu einer hohen Rate an störenden Nebenwirkungen.

Auge:

Pupillendilatation, Akkomodationsstörungen, trockene Augen, Gefahr des erhöhten Augeninnendrucks bei Patienten mit Glaukom.

Gastrointestinaltrakt:

Mundtrockenheit, Hemmung der Darmmotilität (Obstipation).

Herz:

Tachykardie.

ZNS:

Schwindel, Kopfschmerzen, Konzentrationsverlust, Schläfrigkeit, Verschlechterung einer Demenz. Angst, innere Unruhe und Verwirrung sind mögliche psychiatrische Nebenwirkungen.

Haut:

Trockene Haut durch Hemmung der Schweißdrüsen, gestörte Temperaturregulation bei Fieber.

Wechselwirkungen:

Verstärkung der anticholinergen Wirkung von Antiparkinsonmitteln, Antihistaminika, Neuroleptika, trizyklischen Antidepressiva. Verstärkung der tachykarden Wirkung von Sympathomimetika. Oxybutynin schwächt die Wirkung von gastrointestinalen Prokinetika.

Kontraindikationen von Oxybutynin:

Dosierung von Oxybutynin:





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Literatur

Ouslander 2004 OUSLANDER, J. G.: Management of overactive bladder.
In: N Engl J Med
350 (2004), Nr. 8, S. 786–99

Yoshimura und Chancellor 2002 YOSHIMURA, N. ; CHANCELLOR, M. B.: Current and future pharmacological treatment for overactive bladder.
In: J Urol
168 (2002), Nr. 5, S. 1897–913

  English Version: Mechanism of action and side effects of oxybutynin



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