Literatur perinephritischer Abszess: (Angel u.a., 2003) (Shu u.a., 2004).
Eitrig abgekapselte Entzündung innerhalb der Gerotafaszie.
am häufigsten werden perinephritische Nierenabszesse von gramnegativen Bakterien wie E. coli und Proteus ausgelöst. Diese entstehen im Rahmen von Nierenabszessen, welche sich in den perinephritischen Raum ausbreiten.
vor der antibiotischen Ära waren hämatogen gestreute grampositive Staphylokokken die Hauptursache für perinephritische Abszesse.
Heutige Risikogruppen: intravenöser Drogenabusus, intensivpflichtige oder dialysepflichtige Patienten, Herzklappenvitien, Endokarditis.
In der Regel längerdauernder Prozess (über 1 Woche) mit Fieber, Flanken- oder Bauchschmerz und Schüttelfrost.
identifiziert den verantwortlichen Keim nur in 30 % der Fälle.
die Blutkultur identifiziert den verantwortlichen Keim in 50 % der Fälle. Blutbild, Blutgerinnung, CRP, Leber- und Nierenwerte. Bei V. a. Sepsis Bestimmung von AT III und Fibrinogen.
echoarme Raumforderung perirenal, evtl. Zeichen perirenaler Luft (echogener Reflex mit dorsaler Schallauslöschung).
Diagnostikum der Wahl.
das Urogramm ist bei V. a. Abszess nicht sehr hilfreich. In der Leeraufnahme kann ein abnormer Nierenschatten, Nephrolithiasis, fehlender Psoasrandschatten oder retroperitoneale Luft gesehen werden. Die Kontrastmittelphase ist oft ohne pathologischen Befund.
Die Therapie besteht wie bei einem Nierenabszess aus einer suffizienten parenteralen Antibiose und perkutaner Abszessdrainage. Siehe Therapie Nierenabszess.
Bei fortgeschrittener Erkrankung ist die operative Drainierung notwendig, eine persistierende Sepsis trotz maximaler Therapie erzwingt die Nephrektomie.
| Nierenabszess | Inhalt | xanthogranulomatöse PN |
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Dr. med. Dirk Manski
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