erworbene multiple Nierenzysten aufgrund chronischer oder terminaler Niereninsuffizienz.
Englisches Synonym: aquired renal cystic disease (ARCD) (Choyke, 2000).
im Durchschnitt 34 % der terminal niereninsuffizienten Patienten, je nach Dauer der terminalen Niereninsuffizenz von 10 % (unter 1 Jahr) bis 80 % (über 10 Jahre).
unbekannte zystogene und/oder karzinogene Stoffe der Urämie oder Dialyse, z. B. HGF und Rezeptor, verursachen Zysten und Entartung.
bilaterale kortikale Zysten, im Durchschnitt 0,5 bis 1 cm groß. Häufig Kalziumoxalatkristalle in den Zysten, welche ursächlich Nephrone verstopfen und die Zysten induzieren.
weiterhin bestehen häufig Nierenadenome, welche von den Zysten ausgehen. Es besteht ein hohes Risiko für die Entwicklung eines Nierenzellkarzinoms. Ob sich Nierenzellkarzinome aus Nierenadenomen entwickeln, ist unklar und umstritten. Ab einer Größe von 1 cm besteht ein geringes Risiko für ein Nierenzellkarzinom. Ab einer Größe von 3 cm ist das Risiko für ein Nierenzellkarzinom deutlich erhöht.
Flankenschmerzen, Zysteninfektion, Hämaturie, stark erhöhtes Risiko des Nierenzellkarzinoms (20–25 %).
kleine echogene Niere mit multiplen Zysten. Zeichen der Infektion sind eine verdickte Zystenwand und Binnenechos. Evtl. Nachweis einer Raumforderung.
Vorteile für das MRT liegen in der Beurteilungsmöglichkeit von kleinen Strukturen durch den höheren Weichteilkontrast, weiterhin kann nephrotoxisches Kontrastmittel vermieden werden.
Autosomal dominante polyzystische Nierenerkrankung (ADPKD): die Nieren sind typischerweise über 300 g schwer.
perkutane Drainage oder Nephrektomie.
Nierenteilresektion bei kompensierter Niereninsuffizienz, ansonsten Tumornephrektomie.
| Markschwammniere | Inhalt | glomerulozyst. Nierenerkr. |
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Dr. med. Dirk Manski
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