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Zusammenfassende Literatur Cephalosporine: (Simon und Stille, 1997).
Cephalosporine sind β-Laktam-Antibiotika, welche je nach Wirkspektrum in vier Generationen eingeteilt werden. Die erste Generation hat vor allem eine Wirkung im gram-positiven Bereich. Die zweite und dritte Generation hat eine verbesserte Wirkung im gram-negativen Bereich, oft mit verringerten Spektrum gegenüber gram-positiven Bakterien. Cephalosporine der vierten Generation sind Breitspektrum-Antibiotika. Die folgende Liste zeigt einen Überblick über wichtige Vertreter der vier Generationen von Cephalosporinen:
Cephalosporin der ersten Generation mit im Vergleich zu Penicillin erweiterten Spektrum im gramnegativen Bereich (E. coli und Klebsiellen) und Staphylokokken.
Erwachsene 1 g 1–1–1 i. v. Kinder erhalten 20 mg/kgKG 1–1–1 i.v. Eine Dosisreduktion ist bei einer Niereninsuffizienz notwendig.
Gruppe von Cephalosporinen der zweiten Generation: Cefuroxim und Cefotiam.
Gute Wirksamkeit gegen Streptokokken, Gonokokken, Meningokokken, Hämophilus und Staphylokokken. Hohe β-Lactamase-Resistenz.
Keine Wirksamkeit gegen Pseudomonas, Enterokokken, Mykoplasmen, Chlamydien.
Einmaltherapie der Gonorrhoe, perioperative Antibiotikaprophylaxe, bei schweren Harnwegsinfektionen (oft in Kombination mit Gentamicin).
bei Harnwegsinfektionen Cefuroxim 250–500 mg 1–0–1 p.o., 750 mg 1–1–1 i. v. oder Cefotiam 1 g 1–1–1 i. v., je nach Schwere der Infektion Ovalle u.a. (2000). Kinder erhalten 25 mg/kgKG 1–1–1 i. v. Bei schweren Infektionen wird die Dosierung verdoppelt. Eine Dosisreduktion ist bei einer Niereninsuffizienz unter 30 ml/min notwendig.
Gruppe von Cephalosporinen der dritten Generation: z. B. Cefotaxim und Ceftriaxon.
Gute Wirksamkeit gegen Streptokokken, Gonokokken, Meningokokken, Hämophilus und Staphylokokken. Hohe β-Lactamase-Resistenz. Schwache Wirksamkeit gegen Pseudomonas. Keine Wirksamkeit gegen Enterokokken, Mykoplasmen, Chlamydien, MRSA.
bei schweren Harnwegsinfektionen oder anderen Organinfektionen (auch in Kombination mit Gentamicin). Einmalbehandlung der unkomplizierten Gonorrhoe mit Ceftriaxon.
nur parenterale Gabe möglich. Die HWZ beträgt für Cefotaxim 1 h und für Ceftriaxon 7–8 h. Renale Elimination ungefähr 50 %.
Tagesdosierung für Cefotaxim bei Erwachsene je nach Schwere der Infektion 3–6 g (Kinder 50–100 mg/kgKG), aufgeteilt in 3 Einzelgaben. Bei Ceftriaxon 2–4 g in zwei Einzelgaben.
Bei Gonorrhoe 250 mg Ceftriaxon i. m. als Einmaltherapie [siehe Kapitel Gonorrhoe (Tripper)].
Eine Dosisreduktion ist bei einer Niereninsuffizienz unter 5 ml/min notwendig.
Cefotaxim-Generika, Claforan (Cefotaxim). Ceftriaxon-Generika, Rocephin (Ceftriaxon).
Oralcephalosporin geeignet für die Therapie der Pyelonephritis bei Kindern oder bei kompliziertem Harnwegsinfekt, da eine hohe Aktivität gegen Enterobakterien besteht Ho u.a. (2001) Vilaichone u.a. (2001).
Derivat von Cefotaxim (Oralcephalosporin mit erweitertem Spektrum), geeignet auch für die Therapie der Pyelonephritis bei Kindern oder bei kompliziertem Harnwegsinfekt Gok u.a. (2001) Ho u.a. (2001).
HWZ 2,5 h, nur 20 % Ausscheidung über den Urin, hohe biliäre Ausscheidung.
Erwachsene 200 mg 1–0–1 oder 400 mg 1–0–0, Kinder 4 mg/kgKG 1–0–1 oder 8 mg/kgKG 1–0–0.
Cefixim-Generika, Cephoral, InfectoOpticef, Suprax, Uro-Cephoral.
Derivat von Ceftizoxim, geeignet auch für die Therapie bei Harnwegsinfektionen.
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English Version: Cephalosporins
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Dr. med. Dirk Manski
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