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Erstbeschreibung der ESWL 1981: (Chaussy u.a., 2002).
Nierensteine unter 2,5 cm Größe. Weiterhin gut behandelbar sind Harnleitersteine im proximalen Harnleiter, weiter distal sind Ortung und Positionierung der Stoßquelle schwieriger.
pathologische Blutgerinnung, Thrombozytenaggregationshemmer oder -funktionsstörungen, Schwangerschaft, Aortenaneurysma, fehlende Ortbarkeit des Steines, unbehandelte Harnwegsinfektion.
fehlender Urinabfluss (Harnstau), die ESWL auf Harnleitersteine kann auch mit Harnstau erfolgen.
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Urologischer Arbeitsplatz mit ESWL: Steinortung ist mit Durchleuchtung oder mit Sonographie möglich. |
Prinzipiell unterscheidet man ESWL-Stoßquellen nach dem Mechanismus der Stoßgenerierung:
ein Stromstoß durch eine Spule bewegt eine Membran, vergleichbar wie bei einem Lautsprecher. Durch eine Art Linsensystem wird diese Stoßwelle gebündelt und fokussiert. Beispiele: Doli von Dornier, Lithostar von Siemens.
eine Funkenentladung an einer Zündkerze im Wasser führt zu einer Stoßwelle, welche über ein Ellipsoid reflektiert und damit gebündelt und fokussiert wird. Beispiel: HM3 von Dornier.
ein Kristall wird durch die Anlage einer Stromspannung mechanisch verformt. Die Kristalle sind entlang eines Ellipsoides ausgerichtet, dies ermöglicht die Fokussierung der Stoßwelle. Beispiel: Piezolith von Wolff.
während der ESWL sollten die Sauerstoffsättigung, das EKG und der Blutdruck überwacht werden.
je besser die Analgesie, desto ruhiger liegt der Patient und desto höher ist die Trefferrate und die Steinfreiheit nach ESWL.
Das Minimum ist eine Analgosedierung mit z. B. Midazolam und Piritramid.
2000–4000 Stoßwellen werden mit einer Frequenz von 60–120/min abgegeben. Vergleichende Studien fanden eine höhere Effektivität der ESWL bei niedrigerer Frequenz der Stoßwellen (60 vs. 120/min). Stoßwellen erzeugen im Fokusgebiet mikroskopisch kleine Kavitationsblasen, welche schnell spontan wieder zerfallen. Bei zu schneller Abfolge der Stoßwellen verpufft die Energie an den Kavitationsblasen und nicht am Nierenstein.
Die Stärke der Stoßwellen wird nach Schmerzempfinden oder gemäß gerätetypisch empfohlenem Maximalwert eingestellt. Zwischen einzelnen Behandlungen sollten möglichst mehrtägige Pausen eingehalten werden.
Kontrolle der Niere auf Steinfreiheit, Harnstau oder Ausbildung eines Hämatoms mit Röntgenaufnahmen und Sonographie.
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Partielle Desintegration eines rechtsseitigen Nierenbeckensteins nach einer Sitzung ESWL (3000 Stoßwellen). |
mit retroperitonealem Hämatom. Das Ausmaß der Nierenschädigung ist abhängig von der Anzahl der Stoßwellen und deren Energie, der Fokusgröße und der Steinlokalisation. Risikofaktoren des Patienten für ein retroperitoneales Hämatom sind Gerinnungsstörungen, Thrombozytenfunktionsstörungen, Einnahme von Thrombozytenaggregationshemmern (ASS) oder ein arterieller Hypertonus.
fehlender Desintegratabgang mit Steinstraße im Harnleiter führt zur Koliken und Harnstau.
durch die Kombination von oben genannten Komplikationen ist im Verlauf der Funktionsverlust der Niere möglich, sehr selten ist eine Nephrektomie notwendig.
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Dr. med. Dirk Manski
manski@urologielehrbuch.de
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