Zusammenfassende Literatur Benigne Prostatahyperplasie (BPH): (Burnett und Wein, 2006) (DGU, 2003a) (DGU, 2003b) (Madersbacher u.a., 2004).
Häufige Hyperplasie der periurethralen Mantelzone (Transitionalzone) der Prostata mit Miktionsbehinderung (LUTS).
obstruktive und irritative Miktionsbeschwerden, welche jedoch nicht spezifisch für die BPH sind.
benigne Prostatahyperplasie (BPH) der epithelialen und stromalen Komponente der Prostata mit grobknotiger Organvergrößerung.
zusammenfassende Beschreibung als benignes Prostatasyndrom (BPS): Miktionsbeschwerden (LUTS), Harnblasendysfunktion, Hämaturie oder Harnwegsinfekte aufgrund von pathologischer BPH.
Die epidemiologischen Daten zur BPH sind stark abhängig von der Betrachtungsweise: pathologisches Prostatavolumen, Harnflussmessungen, subjektive und objektive Beschwerden und die Betrachtung der Parameter in Kombination.
bei pathologischer Betrachtungsweise existiert abhängig vom Alter eine zunehmende Prävalenz beginnend ab dem 35. LJ, jede Dekade nimmt die Prävalenz um 15 % zu. Fast 100 % der 90jährigen haben im pathologischen Sinne eine BPH. Die pathologische Prävalenz korreliert jedoch nicht mit der klinischen Bedeutung.
von 25 ml (30. bis 35. LJ) auf 45 ml (70. LJ), Transitionalzonenvolumen nimmt von 15 ml auf 25 ml zu (gleiche Altersgruppen).
der maximale Harnfluss sinkt von 20 ml/s (40. bis 44. LJ) auf 11 ml/s (75. bis 79. LJ), gleichzeitig verringert sich das Miktionsvolumen von 355 ml auf 223 ml.
eine klinisch bedeutsame BPH kann durch eine kombinierte Betrachtung von Symptomen (IPSS, Harnstrahl und Prostatavolumen besser als durch einzelne Parameter erfasst werden:
das Risiko an einer klinisch bedeutsamen BPH zu erkranken beträgt 10–20 % (50. bis 59. LJ) und 25–35 % (60. bis 79. LJ).
deutliche Abnahme der Mortalität in den westlichen Ländern. Todesursachen sind das postrenale Nierenversagen und die Sepsis.
die Häufigkeit eines Harnverhaltes liegt zwischen 4,5–18/1000 Personen-Jahren.
Je mehr Beschwerden, je größer die Prostata und je schwächer der Harnstrahl, desto wahrscheinlicher ist der Harnverhalt.
die Epidemiologie der BPH ist weitgehend konstant, ohne starke genetische Faktoren oder Umgebungseinflüsse.
zirkulierendes Östrogen kann die Stromahyperplasie initiieren, welche dann zur epithelialen Hyperplasie führt. Ein Risikofaktor für erhöhtes Östrogen ist eine Stammfettsucht.
ist kein Risikofaktor für die BPH, umgekehrt verursacht die BPH erektile Dysfunktion.
senkt moderat das Risiko einer klinisch signifikanten BPH, vermindert etwas die Prostatagröße und senkt das Risiko einer operativen Therapie.
Antidepressiva, Antihistaminika oder Bronchodilatatoren verschlechtern die Symptomatik der BPH.
die BPH ist kein Risikofaktor für das Prostatakarzinom.
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Dr. med. Dirk Manski
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