Zusammenfassende Literatur Harninkontinenz: (Liedl u.a., 2005) (Viktrup u.a., 2004).
der Harnblasendruck übersteigt bei passiver (=abdomineller) Druckerhöhung den Harnröhrenverschlussdruck, es resultiert eine Harninkontinenz.
unfreiwilliger Harnabgang (Harninkontinenz) aufgrund aktiver Harnblasendruckerhöhung (=ungehemmter Detrusorkontraktion).
Bei Nachweis eines neurologischen Korrelats für die autonomen Detrusorkontraktionen spricht man von Detrusorhyperreflexie.
Eine Sonderform ist die sogenannte Giggle-Harninkontinenz (Enuresis risoria): Lachen triggert eine Harnblasenentleerung, diese Form tritt vor allem bei Kindern auf.
die volle überdehnte Harnblase verliert Urin ohne Detrusorkontraktionen, der Blasendruck steigt über den Harnröhrenverschlussdruck durch einen (v. a. chronischen) Harnverhalt.
Harnabgang über Kanäle außerhalb der Harnröhre (Fisteln, Fehlbildungen wie ektoper Harnleiter).
ist die nächtliche kindliche Harninkontinenz: unwillkürliche Harnblasenentleerung an mindestens 2 Nächten pro Monat nach dem 5. Lebensjahr. Als primäre Form mit kontinuierlichem Einnässen seit Geburt, die sekundäre Form ist durch eine mindestens 3 Monate lange Phase ohne Einnässen charakterisiert.
4,5 % bis 53 % für Frauen, 1,6 % bis 24 % für Männer, in Abhängigkeit vom Lebensalter.
| Zystitis cystica | Inhalt | Belastungsinkontinenz |
Weitere Information: die Enuresis ist die kindliche nächtliche Harninkontinenz. Meist liegen keine organischen Ursachen für die Harninkontinenz vor, durch Verhaltensänderungen kann häufig geholfen werden.
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Dr. med. Dirk Manski
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