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Die Sectio alta (hoher Harnblasenschnitt) ist eine Eröffnung der Harnblase nach einem Unterbauchschnitt. Der Begriff nimmt Bezug auf die historischen Techniken der Harnblasensteintherapie, da früher perineale Zugangswege zur Therapie gebräuchlich waren (Sectio lateralis und mediana).
Bei elektiver Indikation Blutgerinnungsstörungen, unbehandelte Harnwegsinfektion, Harnblasenkarzinom.
Ausschluss eines Harnwegsinfektes, Perioperative Antibiotikaprophylaxe. Vollnarkose, Spinal- oder Epiduralanästhesie. Rückenlagerung mit leichter Lumbarextension und leicht gespreizten Beinen. Desinfektion und steriles Abdecken. Einlage eines DK, Füllung der Harnblase mit 300 ml.
extraperitonealer Unterbauchschnitt in der Mittellinie (oder Pfannenstielschnitt). Durchtrennung der Linea alba, Einsetzen eines Retraktors nach stumpfer Mobilisation der Harnblase und des Spatium retzii.
Vertikale Zystotomie bis 1 cm an den Harnblasenhals heran, dort Sicherung der Zystotomie mit einer Durchstichligatur, welche weiteres Ausreißen verhindert.
zweischichtiger Verschluss der Zystotomie, ggf. suprapubischer DK. Spülung der Wundhöhle, Einlage einer Robinsondrainage, schichtweiser Wundverschluss.
Harnwegsinfekte, Blutung mit erneuter Operation oder Bluttransfusion, Wundheilungsstörungen, Urinom, Thrombose, Lungenembolie.
| TURB | Inhalt | Zystektomie |
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English Version: Cystolithotomy
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Dr. med. Dirk Manski
manski@urologielehrbuch.de
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