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Zusammenfassende Literatur Benigne Prostatahyperplasie (BPH): (Burnett und Wein, 2006) (DGU-Leitlinie Diagnostik, 2009) (DGU-Leitlinie Therapie, 2009) (EAU-Leitlinie: Oelke u.a., 2010).
Die TURP ist der Goldstandard der invasiven Therapie für die benigne Prostatahyperplasie (BPH) und hat mit einem Anteil von über 90 % an allen invasiven Verfahren.
die häufigste Indikation für eine TURP sind moderate bis schwere Symptome der BPH, welche unzureichend mit Medikamenten gelindert werden können und die Lebensqualität des Patienten einschränken.
Eine operative Therapienotwendigkeit besteht bei rezidivierenden Harnverhalten, rezidivierenden Harnwegsinfekten, rezidivierender Makrohämaturie, Harnblasensteinen, postrenaler Niereninsuffizienz und großen Harnblasendivertikeln.
siehe Abschnitt Technik der TURP und Komplikationen der TURP.
Obstruktive Symptome werden erfolgreicher als irritative Symptome behandelt. Die Nykturie wird in 20–40% nicht gebessert. Siehe auch vergleichende Studien der BPH.
durch Mikrowellen (900–1300 MHz) wird das Prostatagewebe auf 70 Celsius erhitzt, gleichzeitig wird die Urethramukosa durch einen speziellen Katheter auf unter 44 Celsius gekühlt. Geräte neuerer Generation sind z. B. Prostatron und Targis.
Durch Hitzenekrose, Apoptose und Zerstörung von adrenergen Nervenfasern entsteht eine Verkleinerung des Prostataadenoms und eine Verbesserung der Symptome.
Bei der transurethralen Mikrowellentherapie (TUMT) mit hoher Energie, und nur diese erscheint erfolgsversprechend, ist eine Sedierung und Analgesie notwendig.
wie TURP, jedoch auch bei höherer Komorbidität anwendbar.
Trend in den randomisierten Studien ist eine deutliche Verbesserung der Symptome, welche allerdings nicht immer mit einer Verbesserung der objektiven Parameter einhergeht. Das Nebenwirkungsspektrum ist geringer, Hauptkomplikation ist die lange postoperativ notwendige Katheterisierung. Es gibt eine nicht kleine Gruppe an Therapieversagern, welche eine andere Therapie benötigen.
aufgrund verschiedener Laserquellen mit unterschiedlichen physikalischen Eigenschaften entwickelten sich eine Vielzahl an klinischen Verfahren:
Medizingeschichte, die Technik wird aufgrund der fehlenden direkten Visualisierung der Lasereffekte nicht mehr angewendet.
interstitielle Lasertherapie der Prostata. Side-fire Laserapplikation mit Gewebekoagulation unter Sicht. Nach Abstoßung des nekrotischen Gewebes verbessert sich die Miktion.
nach Einschnitten mit der Laserfaser kann das Adenom unterminiert und in die Harnblase luxiert werden. Danach erfolgt die Abtrennung der Verbindung zwischen Adenom und Harnblasenhals. Es können sehr große Adenome (>100 g) behandelt werden, das Gewebe wird in der Harnblase zerkleinert (Morcellierung) und kann dann transurethral entfernt werden.
der direkte Kontakt der Laserfaser mit dem Prostatagewebe führt zur Verdampfung, in der Tiefe erfolgt eine Koagulation. Durch die Gewebeabtragung ist die postoperative Miktion sofort gebessert.
neueste Generation an Lasertechnik mit hoher Leistung. Der KTP-Laser bewirkt die Vaporisation von Prostatagewebe bei gleichzeitig guter Koagulationsleistung. Die Behandlung kann unter laufender Antikoagulation durchgeführt werden, die Ausbildung eines TUR-Syndroms ist unwahrscheinlich. Das Verfahren eignet sich besonders für kardiale Risikopatienten. Als nachteilig sind die hohen Geräte- und Sondenkosten zu nennen. Technik und Komplikationen siehe Kapitel KTP-Laserung der Prostata.
Von den zahlreichen Laserverfahren haben sich die HoLEP und der KTP-Laser durchgesetzt. Für beide Verfahren existieren randomisierte Studien mit vergleichbaren Ergebnissen und reduzierten Komplikationen im Vergleich zur TURP oder Adenomektomie (Kuntz u.a., 2004) (Kuntz u.a., 2008) (Reich, 2011).
Nadelsonden werden unter Sicht (und TRUS-Kontrolle) in das Adenom eingeführt, durch Mikrowellen (500 kHz) wird eine Hitzenekrose des Adenoms induziert. Die Technik kann in Lokalanästhesie (Prostatablock) oder Spinalanästhesie durchgeführt werden.
Vorteile entstehen durch die Behandlung ohne Notwendigkeit einer Narkose oder eines Krankenhausaufenthaltes. Der initiale postoperative Verlauf ist durch rezidivierende Harnverhalte in 13 % bis 40 % der Patienten gekennzeichnet, dies bessert sich erst nach der Prostataschrumpfung. Im Langzeitverlauf konnte die Gleichwertigkeit der Behandlung im Vergleich zur TURP demonstriert werden.
durch eine besondere Stromapplikation werden 2 Mechanismen erzeugt: elektrodennah erfolgt die Vaporisation des Gewebes, elektrodenfern die Koagulation. Die Elektroden haben die Form eines rollenden Zylinders oder einer dicken Schlinge (thick loop resection).
in randomisierten Studien vergleichbare Ergebnisse zwischen TUVP und TURP, ohne dramatische klinische Vorteile für die TUVP. In der Tendenz weniger Blutverlust bei der TUVP.
es wird eine Inzision des Harnblasenhalses bis zum Verumontanum beidseits der Mittellinie bei 5 und 7 Uhr mit dem Resektoskop angelegt.
Gut geeignet ist die TUIP für die Behandlung der BPH bei kleiner Prostata und jungen Patienten. Vorteil neben der chirurgisch weniger belastenden Technik ist die verminderte Rate an retrograder Ejakulation (0–37 %).
bei großer Prostata ist die offene Adenomektomie indiziert, das Grenzvolumen zur TURP beträgt 80–100 ml. Falls eine Harnblasendivertikelabtragung oder die Entfernung von Harnblasensteinen notwendig ist, ist eine Adenomektomie auch bei kleineren Prostatagrößen sinnvoll.
Weitere Indikationen für eine offene Adenomektomie sind komplexe Harnröhrenerkrankungen (Z.n. Hypospadieoperation) und eine bestehende Kontraindikation für eine Steinschnittlagerung.
die transvesikale Adenomektomie nach Harris-Hryntschak ist geeignet bei signifikanter Mittellappenvergrößerung, operationspflichtigen Harnblasendivertikeln oder Harnblasensteinen. Die retropubische Adenomektomie nach Millin bietet den Vorteil der besseren Blutstillung und der einfacheren apikalen Adenomektomie, ist jedoch bei großem Mittellappen, Harnblasenerkrankungen und Adipositas nicht gut geeignet. Ausführliche Darstellung der Techniken und Komplikationen siehe o.g. Links der beiden OP-Techniken.
CLasP= Conservative management vs. Laser therapy vs. transurethral resection of the Prostate: randomisiert, n=117, 117 und 106 je Gruppe, Nachbeobachtung 1 Jahr: deutlich bessere klinische Erfolge (definiert Verbesserung von Symptomen und Harnstrahl) für die invasive Therapie 15 % vs. 67 % vs. 81 %. Die klassische TURP erscheint effektiver als die Lasertherapie auf Kosten der höheren Invasivität. In der medikamentösen Gruppe entstanden keine Komplikationen (Donovan u.a., 2000).
prospektive Studie, n=309, Nachbeobachtung 6 Monate nach Therapiebeginn: offene Adenomektomie und TURP (5–6 % zusätzliche ED), TUVP (25 % zusätzliche ED), Doxazosin (3 % zusätzliche ED), Finasterid (22 % zusätzliche ED) (Uygur u.a., 1998).
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Dr. med. Dirk Manski
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