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Zusammenfassende Literatur laparoskopische Nephrektomie: (Allan u.a., 2001).
funktionslose Niere mit Beschwerden (Hämaturie, rez. Infektionen, Nephrolithiasis, Hydronephrose, Flankenschmerzen, arterieller renaler Hypertonus...).
Nierenzellkarzinome bis 6 cm Größe, welche nicht organerhaltend therapiert werden können.
gute Möglichkeit der organerhaltenden Teilnephrektomie bei Einzelnieren, Niereninsuffizienz, bei beidseitigem oder hereditärem Nierenzellkarzinom.
gute Möglichkeit der organerhaltenden Teilnephrektomie bei kleinem Tumor.
Bei großen Nierentumoren (über 8 cm), Lymphknotenmetastasen oder Venenthrombus sollte das offen-chirurgische Vorgehen gewählt werden. Kein laparoskopischer Zugang bei ausgeprägten abdominellen Voroperationen (Hemikolektomie der gleichen Seite o.ä.), alternativ Retroperitoneoskopie oder lumbale Nephrektomie.
Die Kontraindikationen sind abhängig von der Grunderkrankungen (Operationsrisiko), der Nierenfunktion der Gegenseite und der Bedeutung der Nephrektomie für die Lebensqualität oder Lebenserwartung des Patienten.
zur Verbesserung der intraabdominellen Übersicht sollte am präoperativen Tag die Ernährung auf klare Flüssigkeiten (Wasser, Säfte, Brühe) beschränkt werden. Zusätzlich Einlauf am Abend vor der Operation.
Perioperativ werden Magensonde und Dauerkatheter gelegt. Perioperative Antibiotikaprophylaxe bei Risikofaktoren für eine Wundinfektion.
des Patienten auf einer Vakuummatratze mit abgeschwächter Seitenlagerung. Gute Fixierung des Patienten, um eine Kippung des Patienten in alle Richtungen zu ermöglichen.
zu empfehlen ist eine Minilaparotomie und Einknotung eines Hassan-Optiktrokars (10 mm). Die Lokalisation liegt supraumbilikal oder lateral des Nabels in Nabelhöhe.
Der zweite 10 mm Trokar wird etwas kaudal des Nabels lateral des ipsilateralen Rektus eingesetzt.
5 mm Trokar zwischen Xiphoid und Nabel in der Mittellinie.
Zusätzlicher 5 mm Trokar (falls notwendig) zur Retraktion von Leber, Kolon oder Milz, z. B. unterhalb des Xiphoids oder Rippenbogens.
ist durch einen speziellen Handport möglich, nachteilig sind die hohen Kosten des Einmalartikels. Der klinische Nutzen ist bei erfahrenen Operateuren fraglich. Die Inzision für den Handport kann für die Organbergung verwendet werden.
großzügige laterokolische Inzision zur Mobilisation des Kolons nach medial. Rechtsseitig wird das Duodenum von der V. cava nach medial präpariert.
Darstellung und Durchtrennung des Ureters. Durchtrennung der V. testicularis/ovarica auf der linken Seite. Linksseitig wird die Aorta nach kranial verfolgt, rechtsseitig die V. cava, bis der Nierenhilus erreicht wird. Die Präparation wird durch Zug am Ureter nach lateral erleichtert.
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die Nierengefäße werden isoliert dargestellt. Die Arterie wird zwischen Klips durchtrennt (nach proximal 2–3 Klips). Durchtrennung der Vene mit einem linearem Einweg-Klammerinstrument für Gefäße (Endo-GIA) oder speziellen Klips für große Gefäße. Die Vena suprarenalis der linken Seite kann meist geschont werden.
entlang der großen Gefäße (V. cava oder Aorta) wird weiter nach kranial präpariert. Die Schicht zwischen Nebenniere und Oberpolfettkapsel wird durchtrennt. Linksseitig ist auf die Vasa lienales und den Pankreasschwanz zu achten.
falls onkologisch notwendig, ist die Adrenalektomie laparoskopisch gut durchführbar. Entlang der großen Gefäße (V. cava oder Aorta) wird weiter nach kranial präpariert. Die Äste zur Nebenniere werden je nach Größe geklippt oder koaguliert.
Durchtrennung der restlichen Organbefestigungen an der lateralen Seite. Das Organ wird in einem Bergebeutel deponiert, welcher durch den 10 mm Trokar eingebracht wurde. Nach einem muskelschonenden Wechselschnitt kann die Niere komplett entfernt werden. Fakultativ wird eine Robinsondrainge durch einen 5 mm Trokar eingelegt.
die limitierte regionale Lymphadenektomie ist laparoskopisch durchführbar, wird aber in vielen Zentren nicht durchgeführt. Die Häufigkeit von Lymphknotenmetastasen bei kleinen Nierentumoren liegt unter 3 % (Blom u.a., 1999). Die Bedeutung der Lymphadenektomie bezüglich der Überlebenszeit nach Tumornephrektomie wurde nie prospektiv geklärt.
von einer Morcellation der Niere bei Nierentumoren ist abzuraten. Bei der Mehrzahl der publizierten Portmetastasen wurde die Morcellation angewendet. Techniken, welche die Tumorzellverschleppung vermeiden, wurden beschrieben aber nicht prospektiv getestet.
Frühzeitige Mobilisation. Atemtherapie. Thromboseprophylaxe. Laborkontrollen (Hb, Kreatinin). Wundkontrollen. Tumornachsorge.
Schmerzmittel nach WHO-Stufenschema, z. B. Metamizol und Tramadol.
Prinzipiell besteht das gleiche Komplikationsspektrum wie bei der offenen Tumornephrektomie [siehe Kapitel Tumornephrektomie].
Die in vergleichenden Studien reduziert die laparoskopische Technik die zugangsbedingten Komplikationen wie Schmerzen, paralytischer Ileus, Wundinfektion und Narbenhernie. Weiterhin ist die Blutungsmenge geringer.
| Lap. Nierenteilresektion | Inhalt | Lap. retro. Nephrektomie |
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Dr. med. Dirk Manski
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