Zusammenfassende Literatur Harnröhrenstriktur: (Barbagli u.a., 2003) (Peterson und Webster, 2004) (Stack und Schlossberg, 1998).
Verengung der (meist vorderen) Harnröhre mit variablem Ausmaß an fibrotischem Gewebe.
die Striktur der membranösen Harnröhre nach Beckentrauma ist eine Distraktionsverletzung der Harnröhre, bei dem Narbengewebe den Defekt überbrückt.
Das direkte Dammtrauma führt zur Kompressionsverletzung der bulbären Harnröhre mit dortiger Strikturentstehung.
Traumatische penile Harnröhrenstrikturen entstehen meist durch Manipulation durch die Harnröhre, d. h. v. a. iatrogen.
Eine Vielzahl von Traumata verlaufen initial komplikationslos, bei der Entwicklung einer Harnröhrenstriktur nach Jahren wird das Trauma häufig vom Patienten nicht mehr erinnert.
die Gonorrhö hatte früher einen hohen Anteil bei der Genese der Harnröhrenstrikturen, durch eine rechtzeitige Antibiose ist diese Komplikation selten geworden. Für andere Urethritis-Erreger ist die Beziehung zwischen Infektion und Entstehung einer Harnröhrenstriktur nicht nachgewiesen.
nach endoskopischen Eingriffen oder längerfristigen Katheterisierungen entsteht eine Drucknekrose oder direkte Verletzung meist im bulbären Bereich. Risikofaktoren für die Strikturentstehung nach Katheterisierung sind: Latexkatheter, dicklumige Katheter, Schock, intensivpflichtige Patienten, Harnwegsinfektion.
Eine längerfristige Antibiose nach TURP senkt die Frequenz von Harnröhrenstrikturen.
Eine Reduktion der Katheterzeit oder Verzicht auf den transurethralen Dauerkatheter nach TURP senkt die Strikturrate.
die narbige Enge des Harnblasenauslasses ist eine typische Komplikation nach TURP.
zunehmende Häufigkeit, führt zu Strikturen der Fossa navicularis. In der Folge kann durch Urinextravasation in die Littre’schen Drüsen eine narbige Strikturerkrankung der gesamten Harnröhre entstehen.
Je nach Ausmaß der fibrotischen Reaktion um die Harnröhrenenge werden epitheliale oder spongiofibrotische Harnröhrenengen unterschieden. Sehr selten sind maligne Harnröhrenengen, siehe Kapitel Penis/Malignome der männlichen Harnröhre.
Obstruktive Miktionssymptome (Schwacher Harnstrahl, Pollakisurie, Nykturie), Harnwegsinfekte, Prostatitis, Epididymitis.
Durch eine Palpation kann der fibrotische Anteil der Harnröhrenstriktur eingeschätzt werden.
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Dr. med. Dirk Manski
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