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Zusammenfassende Literatur Sepsis: (Hotchkiss und Karl, 2003).
Fieber, Schüttelfrost, Hyperventilation, Tachykardie und Hypotension sind die klassischen Symptome.
Eine Hypothermie zeigt eine schlechte Prognose an. Weiterhin Vigilanzstörungen, Verwirrtheit, Oligurie oder Anurie.
vor Beginn einer kalkulierten Antibiose. Idealerweise werden mehrere aerobe und anaerobe Blutkulturen im Fieberanstieg abgenommen.
vor Beginn einer kalkulierten Antibiose. Je nach vermutetem Infektionsherd: Urinkultur, Sputum, Stuhl, Wundsekret, Liquor....
Differentialblutbild, Blutgerinnung mit AT III und Fibrinogen, CRP, Leberwerte, Retentionsparameter, Blutgasanalyse.
Puls, Blutdruck, Atemfrequenz, Urinausscheidung und Vigilanz sind wichtige Parameter zum Einschätzen der Prognose und Einleitung von intensivmedizinischen Maßnahmen.
Falls möglich, sollten je nach Infektionsquelle spezifische Maßnahmen ergriffen werden:
Nach Gewinnung von Blutkulturen und lokalen Kulturen (s. o.) wird eine kalkulierte parenterale Antibiotikatherapie begonnen: bei Urosepsis z. B. Cephalosporin der 3. Generation kombiniert mit Gentamicin.
Anaerobierinfektionen sind möglich bei Peritonitis, Wundinfektion, Fournier’scher Gangrän oder Aspirationspneumonie und erfordern ggf. den Einsatz von Metronidazol.
Aggressive Volumen-, Sauerstoffträger- und Vasopressorentherapie am Beginn der Erkrankung verbessert die Prognose. Ziel ist die Herstellung eines Gleichgewichts zwischen Sauerstoffverbrauch und Sauerstofftransport innerhalb von 6 h. Als Parameter für die Erreichung des Gleichgewichts dienen die Normalisierung der zentralvenösen Sauerstoffsättigung, Laktatkonzentration, Basenabweichung (BE) und des pH-Wertes. Wichtig ist neben der großzügigen Volumentherapie auch die Gabe von Erythrozytenkonzentraten. Bei fehlender Wirkung der Volumen- und Transfusionstherapie sind vasoaktive und positiv inotrope Substanzen notwendig.
inaktiviert Faktor Va und VIIIa, damit auch die Bildung von Thrombin als Grundschritt der DIC. APC verhindert die (übermäßige) Aktivierung von Thrombozyten, neutrophilen Granulozyten und wirkt antiapoptotisch und antiinflammatorisch. In randomisierten Studien konnte eine Senkung der absoluten Mortalität bei schwerer Sepsis um 6 % (Senkung des RR um 19 %) nachgewiesen werden.
Risiken der Behandlung mit aktiviertem Protein C sind lebensbedrohende Blutungen (3,5 % vs. 2,0 %). Die Behandlung ist sehr teuer.
eine Hyperglykämie hemmt neutrophile Granulozyten, Insulin wirkt antiapoptotisch. Therapieziel ist eine Blutzuckerkonzentration zwischen 80–110 mg/dl. Eine Verbesserung der Mortalität konnte in randomisierten Studien ggü. einer konventionellen Therapie (BZ unter 200 mg/dl) nachgewiesen werden. Notwendig sind häufige Kontrollen der Blutglukosekonzentration und die intravenöse Gabe von Insulin.
in physiologischer Dosierung können Kortikosteroide einen Nutzen entfalten, insbesondere bei persistierendem Schock und Langzeitbeatmung. Als Erklärung für den Nutzen der Kortikosteroide wird ein relativer Steroidmangel aufgrund einer verminderten Empfindlichkeit des Steroidrezeptors unter Katecholamineinfluss postuliert.
Interferon-γ, Interleukin 12, Blockade von C5a mit Antikörpern.
| Urosepsis (1/2) | Inhalt | Wundinfektion |
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Dr. med. Dirk Manski
manski@urologielehrbuch.de
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