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Zusammenfassende Literatur Benigne Prostatahyperplasie (BPH): (Burnett und Wein, 2006) (DGU-Leitlinie Diagnostik, 2009) (DGU-Leitlinie Therapie, 2009) (EAU-Leitlinie: Oelke u.a., 2010).
Die diagnostische Herausforderung besteht in der Klärung der Ursache für die Miktionsbeschwerden. Nur bei Ausschluss von anderen Erkrankungen können Miktionsbeschwerden im Alter auf die BPH geschoben werden. Weder die Beschwerden, noch der Harnstrahl noch das Prostatavolumen für sich alleine können zuverlässig die subvesikale Obstruktion durch die Prostata vorhersagen. Abb. Flussdiagramm LUTS zeigt eine leitlinienkonforme Lösung für Diagnose und Therapie bei LUTS.
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die diagnostische Herausforderung besteht in der Klärung der Ursache für die Miktionsbeschwerden, die Anamnese spielt dabei eine zentrale Rolle für die Differentialdiagnose.
Urethritis, transurethrale Eingriffe, Katheterisierungen oder perineales Trauma.
Diabetes mellitus, M. Parkinson, Apoplex, Operationen am Spinalkanal und im Becken.
mit Verschlechterung der Miktion sind Sympathomimetika, Anticholinergika, Antidepressiva und Neuroleptika.
kann eine (nächtliche) Polyurie aufdecken, z. B. bei Diabetes, COPD und Herzinsuffizienz [siehe Kapitel Nykturie].
Meatusstenose? Phimose? Prostatagröße? Suspekte Indurierung? Sphinktertonus? Reithosenanästhesie? Lähmungen?
IPSS-Fragebogen zur Quantifizierung der subjektiven Beschwerden (s. o.).
Die Urinuntersuchung wird entweder als Urinsediment oder mit Urinteststreifen durchgeführt. Bei Auffälligkeiten wird eine Urinkultur angelegt.
zum Ausschluss einer Obstruktion mit Schädigung des oberen Harntrakts.
hilft bei der Differenzierung zwischen BPH und Prostatakarzinom und ist bei Patienten mit einer Lebenserwartung von über 10 Jahren sinnvoll. Bei PSA-Konzentrationen über 4 ng/ml ist eine Prostatastanzbiopsie zum Ausschluss eines Prostatakarzinoms notwendig. Für eine ausführliche Diskussion der PSA-Normalwerte und davon abgeleiteten Parametern siehe Kapitel Laboruntersuchungen.
Die Höhe des PSA-Wertes korreliert mit der Größe der Prostata bei symptomatischen Männern und ist prognostisch für die Progredienz der Erkrankung. Bei asymptomatischen Männern hat die Höhe des PSA-Wertes keine prognostische Bedeutung für die BPH.
für eine aussagekräftige Untersuchung sollte das Miktionsvolumen über 150 ml liegen. Ein Harnfluss unter 10 ml/s ist typisch für die symptomatische BPH, ein Harnfluss über 15 ml/s lässt am Erfolg und an der Notwendigkeit einer operativen Therapie zweifeln. Die Harnflussmessung kann wenig zur Differentialdiagnose der subvesikalen Obstruktion oder einer Harnblasendysfunktion beitragen.
Restharn? Prostatagröße? Harnblasensteine? Harnstau? Harnblasendivertikel?
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Sonographie eines Harnblasendivertikels. Mit freundlicher Genehmigung, Prof. Dr. R. Harzmann, Augsburg. |
die Bedeutung des Restharns im Management von BPH-Patienten ist umstritten. Ein großes Problem sind die hohen intraindividuellen Unterschiede der Restharnmengen. Der Restharn als Ursache von rezidivierenden Harnwegsinfekten ist nicht bewiesen. Wahrscheinlich korreliert der Restharn eher mit einer Detrusorschwäche als mit der subvesikalen Obstruktion. Eindeutige Grenzwerte als prognostische Parameter, Indikation zur Operation oder Versagen der konservativen Therapie fehlen.
dient dem Ausschluss von Harnstauungsnieren.
transabdominelle oder transrektale Bestimmung der Prostatagröße. Darstellung der Prostata in der sagittalen und horizontalen Ebene, Messung von Länge, Breite und Höhe und Berechnung des Prostatavolumens.
während die Harnstrahlmessung zur Routinediagnostik gehört, ist die Zystometrie unklaren Fällen vorbehalten, insbesondere vor invasiver Therapie oder nach erfolgloser medikamentöser Therapie. Weitere Indikationen zur Zystometrie sind LUTS mit einem Uroflow von über 15 ml/s und der Verdacht auf neurogene Harnblasenfunktionsstörung ohne Obstruktion. Trotz intensiver Diagnostik verbleibt ein Anteil von knapp 10 %, welcher persistierend über Beschwerden nach TURP klagt.
indiziert bei Makrohämaturie, V. a. Harnröhrenstriktur oder Harnblasenkarzinom. Die Zystoskopie sollte nicht zur Entscheidungsfindung dienen, ob eine invasive Therapie notwendig ist. Das endoskopische Bild der Obstruktion, wie großer Mittellappen, Harnblasenbarre, sich berührende Seitenlappen (kissing lobes), ist nicht prädiktiv für die Notwendigkeit einer operativen Therapie [Abb. 2.2]. Für die Planung der operativen Therapie ist die Zystoskopie gut geeignet (TURP oder Adenomektomie).
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Abbildung 2.2: Seitenlappen (kissing lobes) bei benignen Prostatahyperplasie (BPH): Zystoskopie (Blick vom Colliculus seminalis in Richtung Harnblase): sich berührende Seitenlappen (kissing lobes) bei BPH. |
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Dr. med. Dirk Manski
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