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Zusammenfassende Literatur Infertilität: (Derouet, 1999) (Hendry u.a., 2001)
vorbestehende Schwangerschaften oder Aborte in früheren Partnerschaften, Ejakulationsstörungen, falscher Zeitpunkt oder Frequenz des GV, Medikamente, Kinderkrankheiten (Mumpsorchitis), Epididymitiden, Hodenoperationen, Prostataoperationen, Nikotin, Alkohol, Drogen, Androgen(missbrauch), systemische Erkrankungen, genetische Erkrankungen, Umweltbelastungen (Blei, ionisierende Strahlung, Chemikalien).
Bestimmung des Hodenvolumens mit Hilfe eines Orchidometers (normal 18 ml +/- 5 ml), Identifizierung des Samenleiters durch Palpation.
Suche nach pathologischen Untersuchungsbefunden wie Varikozele, Epididymitis, Leistenhoden, Hodentumor, Meatusstenose, Hypospadie, Behaarungsmuster, Gynäkomastie.
Ausschluss eines Harnwegsinfekts, Prostatitis oder einer Hämaturie.
Bestimmung von Volumen, Konsistenz, pH-Wert, Fructose, Spermatozoenanzahl, Motilität, Morphologie, Entzündungszeichen. Normwerte siehe Kapitel Urologische Untersuchungen/Spermiogramm. Durch immunologische Untersuchungen können Antikörper gegen Spermatozoen nachgewiesen werden.
Ultraschall des Hodens: Hodenvolumen? Hodentumoren? Varikozele?
Bei Azoospermie oder niedrigem Samenvolumen wird eine TRUS durchgeführt: der Nachweis einer verbreiterten Samenblase (>1,5 cm) oder von verbreiterten Ductus ejaculatorii (>2,5 mm) sind verdächtig für eine obstruktive Samenwegserkrankung. Weiterhin suspekt sind Zysten, Verkalkungen, Steine der Prostata.
endokrinologische Tests sind bei pathologischem Spermiogramm, erektiler Dysfunktion oder verminderter Libido indiziert. Initial werden Testosteron und FSH bestimmt, durch pathologische Werte dieser zwei Hormone werden 99 % der Hormonstörungen empfindlich erfasst.
Bei pathologischen Werten werden weitere Parameter ermittelt: SHBG, Prolaktin, Gonadotropine LH und FSH, TSH. Ein GnRH-Test ist bei erniedrigten Gonadotropinen indiziert.
FSH ist bei einem Keimzellschaden (nicht-obstruktiver Azoospermie) durch fehlende Rückkopplung über Inhibin erhöht. Ein stark erhöhtes FSH in Kombination mit kleinen Hoden und Azoospermie sind hinweisend für eine nicht behandelbare Störung der Spermiogenese.
indiziert bei Azoospermie, hochgradiger Oligozoospermie und Hodenhochstand in der Anamnese. Die Hodenbiopsie sollte immer mit Kryokonservierung von Hodengewebe oder Spermien erfolgen, wenn eine IVF und ICSI geplant sind, um einen zweiten Eingriff zu vermeiden. Siehe Abschnitt kontralaterale Hodenbiopsie zur Technik der offenen Hodenbiopsie.
Eine Alternative zur offenen Hodenbiopsie ist die mehrfache perkutane Aspirationszytologie von Hodengewebe.
früher wurde intraoperativ die Durchgängigkeit des abdominalen Ductusstumpfes mit verdünntem Kontrastmittel überprüft. Durch die hohe Gefahr von Narbenbildung durch das Kontrastmittel wird heute die Durchgängigkeit i. d. R. mit Injektion von physiologischer Kochsalzlösung überprüft.
Indikation für ein Karyogramm existiert bei Männern mit kleinen atrophen Hoden, erhöhtem FSH und Azoospermie. Häufigster pathologischer Befund ist ein Klinefelter-Syndrom (46,XXY).
bei pathologischem Ergebnis kann das Einbringen von Sperma in das Cavum uteri erfolgsversprechend sein.
Die Fähigkeit von humanen Spermien für die Penetration einer Hamstereizelle wird untersucht. Die diagnostische Bedeutung ist umstritten.
Indiziert bei unfruchtbaren Männern ohne tastbaren Samenleiter auf beiden Seiten(CBAVD). 80 % der Männer ohne nachweisbaren Ductus deferens haben Mutationen im Gen für zystische Fibrose.
Nachweis von Mutationen auf dem langen Arm des Y-Chromosoms (AZF-Region). Indiziert bei Männern mit atrophen Hoden und niedriger oder fehlender Spermatozoenanzahl.
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Dr. med. Dirk Manski
manski@urologielehrbuch.de
Aufgrund zahlreicher E-Mail Anfragen bezüglich der Diagnose und Therapie urologischer Krankheiten habe ich ein Urologie-Forum eingerichtet, in welchem Sie anonym Fragen stellen können, welche von mir beantwortet werden. Bitte verzichten Sie auf zukünftige Anfragen per E-Mail und benutzen Sie das Forum.