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Die Harnblase liegt vor der Peritonealhöhle und hinter der Symphyse. Oberhalb der Harnblase liegt das Spatium retzii als Verschiebeschicht für die Harnblasenfüllung. Es besteht Nachbarschaft zu Dünndarm, Sigma und Beckengefäße. Die Harnblase geht nach kaudal in die Prostata des Mannes über. Bei der Frau liegt der Blasenhals der Scheide an, hinter der Harnblase liegt der Uterus. weiterlesen...
Die Harnblase wird innen von einer dehnbaren Schleimhaut, dem Urothel ausgekleidet. weiterlesen...
Sowohl das somatische und vegetative Nervensystem steuern die Funktion der Harnspeicherung und Harnentleerung. weiterlesen...
Zahlreiche Harnblasenreflexe sorgen für die unwillkürliche Steuerung. weiterlesen...
Für die Therapie der Harnblasenfunktionsstörungen ist eine genaue Kenntnis der molekularen Rezeptoren der Harnblase notwendig. weiterlesen...
Fehlbildungen der Harnblase sind selten, es existieren Urachusfehlbildungen, Harnblasensepten,
Divertikel und die Megazystis.
Eine seltene schwerwiegende Fehlbildung ist der Harnblasenekstrophie-Epispadie Komplex, welcher häufig mit Fehlbildungen der äußeren Genitale einhergeht. weiterlesen...
Verletzungen der Harnblase entstehen durch Beckenfrakturen, stumpfe Gewalt oder seltener durch Stich- oder Schussverletzungen. Manchmal sind selbst eingebrachte Fremdkörper in der Harnblase zu behandeln.
Häufige Erkrankungen der weiblichen Harnröhre sind die Meatusstenose und das Harnröhrenkarunkel.
Divertikel, Harnröhrenfisteln und das Harnröhrenkarzinom der Frau sind selten. weiterlesen...
Die akute Zystitis wird in der Regel durch gramnegative Bakterien ausgelöst und ist aufgrund der kurzen weiblichen Harnröhre sehr häufig bei Frauen. Harnwegsinfektionen in der Schwangerschaft gefährden sowohl die Mutter als auch das Kind mit ernsten Komplikationen. Weitere Risikofaktoren für Harnwegsinfektionen sind u.a. Diabetes mellitus, Fremdkörper wie Harnblasenkatheter und Harnblasenentleerungsstörungen. weiterlesen...
Zahlreiche Störungen der Harnblasenentleerung können Harnblasensteine verursachen. Die interstitielle Zystitis (IC) ist eine mit Harndrang und Harnblasenfüllungsschmerzen einhergehende Entzündung der Harnblase, deren Ursache unklar ist. Die Diagnose der interstitielle Zystitis kann erst nach Ausschluss anderer Harnblasenerkrankungen getroffen werden. Die medikamentöse Therapie ist häufig nicht erfolgreich, hilfreich ist die intravesikale Instillationstherapie. weiterlesen...
Die Strahlentherapie, häufig im Rahmen der Therapie von gynäkologischen Tumoren, kann zu einer Strahlenzystitis führen. Im Rahmen der modernen Strahlentherapie ist die Ausbildung von Harnblasenfisteln sehr selten. weiterlesen...
Die Einteilung der Harninkontinenz berücksichtigt die auslösende Ursache.
Die Belastungsinkontinenz, welche früher Stressinkontinenz genannt wurde, entsteht durch einen Defekt des Harnblasenverschlussapparates (Schließmuskel). weiterlesen...
Häufige Ursachen der männlichen Harninkontinenz sind urologische Operationen an der Prostata (Prostatektomie, TURP).
Die Harninkontinenz durch neurologische Erkrankungen kann sowohl durch Störungen der Harnblasenmuskulatur und des Harnblasenverschlussapparates die Harninkontinenz bewirkungen. Die genaue Diagnose der Ursache ist elementar für die Therapie. Je nach zugrundeliegender Störung ist eine Therapie mit Medikamenten, die Selbstkatheterisierung als auch operative Maßnahmen möglich. weiterlesen...
Die nächtliche Harninkontinenz der Kinder wird als Enuresis bezeichnet. Von der Enuresis sind andere Formen der kindlichen Harninkontinenz aufgrund von Nervenerkrankungen oder Fehlbildungen abzugrenzen. weiterlesen...
Das Harnblasenkarzinom ist der zweithäufigste Tumor des urologischen Fachgebietes. Das Risiko einer Erkrankung beträgt für Männer 2–3 % und 0,5–1 % für Frauen. Bezogen auf die Neuerkrankungsrate liegt das Harnblasenkarzinom bei Männern an 5. und bei Frauen an 11. Stelle der Krebsstatistik. weiterlesen...
Das Harnblasenkarzinom hat seinen Ursprung in 90 % der Fälle vom Urothel, somit wird es häufig auch Urothelkarzinom genannt. weiterlesen: Pathologie des Urothelkarzinoms...
Selbst oberflächliche Harnblasenkarzinome führen in 85 % zu einer schmerzlosen Makrohämaturie, eine Früherkennung ist somit möglich. Blutiger Urin ist bis zum Beweis des Gegenteils durch eine Harnblasenspiegelung und Bildgebung des oberen Harntrakts Zeichen eines Urothelkarzinoms. weiterlesen: Symptome des Harnblasenkarzinoms...
Die Therapie oberflächlicher Harnblasentumoren besteht in der transurethralen Resektion (TURB). Bei Harnblasenkarzinomen mit Infiltration in die Harnblasenmuskulatur ist eine Entfernung der Harnblase notwendig. Metastasen des Harnblasenkarzinoms erfordern eine Chemotherapie, meist mit Cisplatin und Gemcitabine. weiterlesen: Therapie des Harnblasenkarzinoms...
Das Rhabdomyosarkom ist ein seltener Tumor von Kindern. 20 % der Rhabdomyosarkome treten im Urogenitaltrakt vor, mit häufigster Lokalisation in der Prostata und Harnblase. weiterlesen...
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Dr. med. Dirk Manski
manski@urologielehrbuch.de
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